»Ich habe mich bemüht, Dich von dem Meinhof­-Mythos zu befreien«

Bettina Röhl schreibt ihrer Mutter, der RAF-Gründerin Ulrike Meinhof. Ein Brief über ein einseitiges Mutter-Kind-Verhältnis, die Hoffnung auf ein Wiedersehen und was es mit einer Tochter macht, wenn dem Staat der Mord an der eigenen Mutter nachgesagt wird.

Foto: Random House / Paul Schirnhofer

Liebe Mami,

zuletzt habe ich Dir im Januar 1976 geschrieben. Da war ich 13 Jahre alt, ganz doll verknallt in »OH for ever«, lebte in Hamburg bei unserem Vater, und Du warst im Gefängnis Stuttgart-Stammheim.

Du warst sehr weit weg, und ich hatte Dich schon seit drei Jahren nicht mehr gesehen. Zuletzt hatten wir – meine Schwester und ich – Dich Ende 1972, Anfang 1973 im Gefängnis Köln-Ossendorf besucht. Es waren am Ende vertraute Treffen, wir haben uns gut verstanden.

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