Warum sogar schlechter Kaffee ans Bett herrlich schmeckt

Kann Corona auch was Gutes bringen? Bei aller gebotenen Skepsis vielleicht doch eines: die Abschaffung des Frühstücksbüfetts.

Kaffee ans Bett: vor lauter lieber Geste köstlich.

Foto: Maurizio Di Iorio

Es gibt ja viele Hoffnungen für die Zeit nach Corona. Mehr E-Autos auf den Straßen oder noch besser: mehr Straßen für Menschen, die bei der Fortbewegung nicht die Natur zerstören. Pflegerinnen, Erzieherinnen, die bezahlt werden wie Menschen, die Maschinen bedienen. Oder noch besser: die höher bezahlt werden, weil sie Menschen begleiten. Mehr Rücksicht auf die Interessen von Kindern in der Gesellschaft oder noch besser: Wahlrecht und mehr Taschengeld. Im Büro weniger Präsenz­gebaren und Kontrollmails, dafür mehr Ideen. Es gäbe da

Sie wissen schon: dieses passiv-aggressive Massenlauern vor den schwitzenden Lachsscheiben, das im Moment illegal ist. Dieses Gegiere beim geschnittenen Obst, selbst von ­Leuten, die sonst das ganze Jahr über kein Obst essen. Die schlechten Witze am Hafermilchausschank, der traurige ­Toast, der rausschnellt, ohne dass da jemand wartet. Das braucht doch kein Mensch. In manchen Hotels, und gar nicht mal schlechten, war man ja inzwischen ernsthaft dazu übergegangen, einen Kaffeevollautomaten aufzustellen, auf dass sich die Leute selbst mit dem wichtigsten Getränk

Ich war vergangenen Sommer in einem Hotel, das so teuer war, dass ich im Winter noch was davon hatte. Aber selbst in diesem sehr guten Haus begann der Tag mit gestöhntem Augenverdrehen über das Gedrängel am Büfett, von dem jeder Stöhner selbst ein Teil war. Aber morgens kann man den eigenen Anteil an Problemen ja oft noch ein bisschen schlechter erfassen. So auch da.

Am zweiten Tag sah ich, wie das ältere Paar am Nachbartisch einfach das ganze Frühstück

Ein Pfannkuchen, den man schon kannte, als er noch Eier, Mehl und Milch in einer

Höchste Zeit, dass Corona uns mal was Gutes tut. Und sei es zum Warmwerden erst