Müssen gute Töpfe teuer sein?

Nicht unbedingt, sagt die Sterneköchin Rosina Ostler, die im Restaurant Alois im Dallmayr in München kocht. Sie hat sieben Sets mit je vier Töpfen getestet und weiß, wo die Hitze sich gleichmäßig verteilt, nichts anklebt und die Griffe angenehm in den Händen liegen.

Foto: Maskot/Getty Images

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Ein guter Edelstahltopf ist leicht, robust und im Idealfall so langlebig, dass er Generationen überdauert. Doch bei der riesigen Auswahl und oft ähnlichen Setgrößen bleibt die Frage: Welches lohnt sich besonders? Und wie viel Geld muss man investieren?

Die Münchner Spitzenköchin Rosina Ostler hat für das SZ-Magazin sieben Edelstahl-Topfsets mit je vier Töpfen im Restaurantalltag des »Alois Dallmayr Fine Dining Restaurants« getestet. Über Wochen hinweg wurde darin Gemüse angeschwitzt, Fonds wurden angesetzt, Saucen reduziert und Gerichte wie Saibling mit Waldpilzen oder Lammbauch mit Johannisbeerschmorsud zubereitet. Worauf Ostler achtete: ausgewogenes Gewicht, angenehme Handhabung, gleichmäßige Hitzeverteilung und passgenaue Deckel. Sie sagt: »Lieber einmal richtig gute Töpfe kaufen und sie ein Leben lang nutzen, als mehrmals Glump, wie man auf bairisch sagt« – eine Haltung, die sie offenbar von ihrer Großmutter geerbt hat: Deren Töpfe sind bis heute bei ihr zu Hause in Gebrauch.