»Die Kennenlernzeit im Lockdown war das Beste, was uns passieren konnte«

Nach dem Tod seiner Frau blieb Harry zehn Jahre allein, obwohl er auf Dating-Plattformen angemeldet war. Und dann kam Krista. Durch die geschlossene Grenze zu Österreich konnten die beiden sich erst nicht persönlich treffen. Hier erzählen sie, warum das ihre Liebe sogar größer machte.

»Es ist eine reife Liebe. Krista hätte damit nicht mehr gerechnet, ich auch nicht wirklich«, sagt Harry (61) über seine Freundin (60).

Foto: privat

Harry:
Bei meinem ersten Treffen mit Krista hat es gefunkt und gekracht und gescheppert. Welch ein Glück, dass wir uns nochmal verlieben dürfen, haben wir gesagt. Wir haben beide viel durchgemacht, hatten Ehen hinter uns, haben Kinder und Enkelkinder. Es ist eine reife Liebe. Krista hätte damit nicht mehr gerechnet, ich auch nicht wirklich.

Ich war dreimal verheiratet. Meine dritte Frau war ein absoluter Star für mich. Wir hatten 13 tolle Jahre zusammen, bis sie vor zehn Jahren an

Aber wieder Frauen kennenzulernen war gar nicht so einfach. Abends in den Kneipen zu trinken und in Discos abzuhängen war nicht mein Stil. Ein Freund

Meistens geht das erste Kennenlernen über ein, zwei Wochen: Man schreibt sich zuerst über die Plattform, dann über Mail, und irgendwann schickt man Bilder über

Dann kam Krista. Es war der 14. März 2020. Kristas Bild hat mir gut gefallen, ihr Alter war passend, und ihr Wohnort lag nahe an

Kristas Nachrichten waren sehr intelligent, das mochte ich. Und wir hatten sehr viel gemeinsam: Wir schrieben über Sternbilder, über gutes Essen, und wir mochten dieselbe

Wir fingen an, lange zu telefonieren, und merkten: Das passt gut zwischen uns. Aber wegen der Corona-Pandemie war die Grenze nach Österreich geschlossen. Wir wussten

In den folgenden Wochen haben wir viel geschrieben und verschickt: Briefe, Kärtchen, Päckchen. Ein bisschen wie früher, als man sich noch richtig den Hof gemacht

Am 15. Mai schrieb die Regionalzeitung plötzlich online: Die Grenzen sind offen. Krista ist an dem Tag direkt mit Herzklopfen losgefahren. An der Grenze musste

Am 21. Mai, an Christi Himmelfahrt, war es dann endlich soweit. Seitdem heißt der Tag für uns Krista Himmelfahrt. Ich weiß noch den Moment, als

Wir haben den gemeinsamen Sommer danach voll ausgekostet. Wir waren oft mit meinem Cabrio unterwegs – ich habe ihr ein farblich passendes Halstuch geschenkt. Wir

Heute sagen wir beide, dass diese Kennenlernzeit im Lockdown das Beste war, was uns passieren konnte. Wir wären sonst wahrscheinlich nicht so weit, wie wir

Im Alter verliebt zu sein ist ganz anders als früher. Damals hatte ich keine Ahnung, was habe ich alles nicht gewusst! Ich war selbstsüchtig, habe

Wollen Sie auch Ihre Liebesgeschichte erzählen? Kontaktieren Sie uns unter allesliebe@sz-magazin.de