»Das ganze Land ist komplett zugemüllt«

Der Schriftsteller David Sedaris geht einer sehr mühsamen Leidenschaft nach: Er sammelt täglich stundenlang Müll auf. Neulich hat er sich zum ersten Mal gefragt, ob er verrückt sei.

David Sedaris in sauberer Kleidung. Er sagt, wenn er Müll sammeln gehe, sehe er dagegen aus wie ein »Landstreicher in einem Broadway-Musical«.

Foto: Anne Fishbein

SZ-Magazin: Wie lange ist es her, dass Sie zuletzt Müll aufgesammelt haben?
David Sedaris: Das war vor drei Tagen. Da war ich noch zu Hause in Sussex und fünfeinhalb Stunden auf meiner Müllpatrouille unterwegs. Von eins bis halb sieben.

Haben Sie viel gefunden?
Drei große Säcke voll. Dabei war ich genau dieselbe Strecke erst eine Woche vorher abgegangen.

Was haben Sie gefunden?
Es ist immer das gleiche Zeug. Red-Bull-Dosen, Flaschen, Kartoffelchipstüten, das Einwickelpapier von Schokoriegeln. Am Montag habe ich allerdings neben dem üblichen Dreck noch drei Mülltüten gefunden, die jemand in den Wald geschmissen hatte. Darin war auch ein Vertrag mit einer Schilderfirma. Ich habe den Besitzer der Firma angerufen und gesagt: »Leute, die für Sie arbeiten, werfen Müll in den Wald. Was werden Sie dagegen unternehmen?«

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