Neuer Stoff

Die Jubiläumsedition von Benjamin von Stuckrad-Barres Buch »Soloalbum« erscheint mit weißem Jeanseinband. Wie wohl demnächst die Bücher von Jürgen von der Lippe, Mark Zuckerberg und Oliver Kahn aussehen werden?

Von Silke Wichert

Lesebefehl

Alle reden über die angebliche »Krise des Buches«. Axel Hacke mag bei diesem Abgesang nicht mitmachen.

Von Axel Hacke

»Mit Hegel bin ich nie warm geworden«

Richard David Precht beklagt den schlechten Ruf der Philosophen, die sich leicht verständlich ausdrücken – und erzählt, warum ihn ein amüsiertes Lächeln seines Vaters bis heute antreibt

Interview: Sven Michaelsen

»Ich habe keine Zeit mehr für Schreibkrisen«

Die Schriftstellerin Zadie Smith gilt als Galionsfigur eines multikulturellen Miteinanders. Im Interview erklärt sie, warum ihr diese Rolle nicht behagt, wie ihr Alltag als Autorin funktioniert und was ihr wichtiger ist als die große Politik.

Existenzgrundlage

Sibylle Berg, T.C. Boyle, Ronja von Rönne, Martin Suter und sechs weitere Schriftsteller erzählen vom Verhältnis zu ihrem Schreibtisch.

Das Geld, das keiner wollte

Der größte nicht abgeholte Lottogewinn aller Zeiten: In der Themenkonferenz des SZ-Magazins war klar, dass man daran nicht vorbei kommt – obwohl fast nichts über den Hintergrund bekannt ist. Dann hat einer eine ziemlich gute Idee. 

»Ich bin ziemlich gut darin, mich unscheinbar zu machen«

Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy spricht im Interview über die Grausamkeit des Kastensystems und verrät, warum sie zehn Jahre an ihrem zweiten Roman geschrieben hat.

Revanche einer Unverstandenen

Seit dem Skandal um ihren Debütroman »Axolotl Roadkill« denken viele, dass sich in Helene Hegemanns Leben alles um Sex und Drogen dreht. Nun hat sie den Roman verfilmt, um mit den Vorurteilen aufzuräumen – ein bisschen.

Was würde Chloe sagen?

Dieser Frau hat Barack Obama vor fünf Jahren ins Ohr geflüstert, dass er sie liebe: Toni Morrison. Das SZ-Magazin hat die Literatur-Nobelpreisträgerin nun getroffen. Dabei stießen die beiden Interviewer auch auf zwei spannende Dokumente im Gäste-WC.

»Es ist nicht nur Trump, der mir Kopfschmerzen bereitet«

Die Schriftstellerin Margaret Atwood wusste immer schon, dass es uns an den Kragen geht. Rund 30 Jahre nach ihrem düsteren Roman »Der Report der Magd« sagt sie im Interview mit dem SZ-Magazin Stil Leben: Sie hätte nie gedacht, dass es tatsächlich so schlimm kommen würde. Und trotzdem: Sie hat noch Hoffnung.

Charmanter Banause

Muss ich meine Anmerkungen in einem ausgeliehenen Buch wieder wegradieren, auch wenn sie für andere Leser hilfreich sind?

Vor der Flucht

Maxim Biller in Hochform: Der Schriftsteller hat fürs SZ-Magazin eine ebenso unterhaltsame wie kunstvolle Kurzgeschichte verfasst – über seinen Vater.

Prager Depressionen

Maxim Biller in Hochform: Der Schriftsteller hat fürs SZ-Magazin eine ebenso unterhaltsame wie kunstvolle Kurzgeschichte verfasst – über seine Mutter.

»Das ganze Land ist komplett zugemüllt«

Der Humorist David Sedaris hat ein seltsames Hobby: Er sammelt den Müll anderer Leute von der Straße auf. Warum tut er sich das an? Und ist es in England, wo er wohnt, wirklich so dreckig?

Der Herr der himmlischen Bücher

Zwölf Millionen Euro kostet das teuerste Buch im Besitz von Heribert Tenschert, Sammler mittelalterlicher Handschriften. Eigentlich zu billig, findet er.

»Die Liebe meiner Eltern schüchtert mich ein«

Sophie Auster, Sängerin und Tochter der Schriftsteller Paul Auster und Siri Hustvedt, über den Moment, an dem sie ihre Kindheit für beendet erklärte, und den besten Ratschlag, den sie je von ihrem Vater bekam.

Interview: Annabel Dillig

Das Buch

Vor zwanzig Jahren fand unser Autor: Kaum einer fasst das Leben so gut in Worte wie Milan Kundera. Jetzt hat er ihn noch mal gelesen. Und, äh, nun ja …

»Andy Warhol hat Facebook vorausgesehen«

Den Weltbestseller »Generation X« hat er nur aus Verlegenheit geschrieben, als Siebenjähriger verehrte er Roy Lichtenstein und sein Arzt hat ihm verboten, ganze Bücher zu essen. Ein Interview mit dem großartig verschrobenen Autoren und Künstler Douglas Coupland. 

»Inflagrante Dolce«

Am Sonntag erscheint mit »The cursed child« die Fortsetzung der Harry-Potter-Reihe. Die berühmte Hauptfigur ist darin Beamter und Familienvater. Exklusiv liegen dem SZ-Magazin die Zaubersprüche vor, die Potter in der Midlife-Crisis braucht.

»Welcher Schriftsteller ist kein Kotzbrocken?«

Er hat sich von Handke beleidigen lassen, Unverschämtheiten von Bernhard ertragen, Johnson beim Ausrasten zugesehen: Als Cheflektor von Suhrkamp weiß Raimund Fellinger, was es heißt, große Literatur zu bearbeiten.

Ende mit Wende

Auch große Romane hätten manchmal einen anderen Schluss verdient. Wir haben Schriftsteller gefragt, wie sie ihre Lieblingsbücher umschreiben würden.

Deutschstunde

Schriftsteller sind es gewohnt, sich einem Publikum auszusetzen. Auch Kritik hören sie oft. Aber was, wenn es unfreiwillige Leser sind? Wir haben drei Autoren in Schulklassen geschickt, die gerade ihr Buch durchnehmen.

»Wir bieten ihnen ein zweites Leben«

Die Frankfurter Buchmesse ist vorbei. Die meisten neuen Bücher werden sich deutlich schlechter verkaufen als erhofft - wie immer. Dann interessiert sich niemand mehr für die Werke. Außer diesem Mann.

Neues aus der Nische

Heute kann jeder Hobbyautor sein Werk als E-Book herausbringen. Ein Überblick über absonderliche Werke der Selfpublishing-Branche.

»Das Selbstmitleid ist weg«

Der Schriftsteller Clemens J. Setz ist erst 32 und blickt schon zurück: auf seine ersten Schreibversuche, denn: »Nur lesen und nie schreiben, das ist wie geküsst werden, ohne selbst küssen zu dürfen.«

Richard Davids Fluch

In jedem Bücherregal stehen Werke, die der Besitzer nicht gelesen hat. Und auch nie lesen wird. Eine Übersicht der wichtigsten ungelesenen Bestseller.

»Am tiefsten sitzt die Angst davor, ausgelacht zu werden«

Als Kind war er ständig auf der Hut vor dem tyrannischen Vater. Heute schreibt Karl Ove Knausgård sehr erfolgreich über sein Leben - mit dem toten Vater im Nacken. Ein Gespräch mit einem Schonungslosen.

»Juffing« - Thiersee, Tirol

Väter haben oft ihren eigenen Kopf - Töchter auch. Sonja Juffingers Vater überredete sie zum Wirtschaftsstudium, dafür machte sie seine Pension zum Literaturhotel.

»Frauen, die ihrem Verlangen nachgeben, sind stark«

Früher zog Helen Walsh durch Liverpools Spelunken und wollte Sex. Heute lebt sie auf der anderen Seite der Stadt - und schreibt über Sex.

Sagen Sie jetzt nichts, Martin Suter

Der Schriftsteller Martin Suter im Interview ohne Worte über die Frisur von Michel Houellebecq, Geldvermehrung und das wahre Wesen der Schweiz.