»Satire ist Notwehr«

Warum Jan Böhmermann und Martin Sonneborn es als ihre Pflicht ansehen, mit Quatsch Staatskrisen auszulösen. Ein Gespräch über humoristische Wirkungstreffer in Zeiten des politischen Irrsinns.

Links: Das rechte Österreich. Rechts: Das abtrünnige Großbritannien. Im Europaparlament in Straßburg sprachen Jan Böhmermann und Martin Sonneborn auch über die Zukunft der Europäischen Union.

Foto: Andy Kania

SZ-Magazin: Herr Böhmermann, Sie sollen Herrn Sonneborn während Ihrer »Erdogate« genannten Staatsaffäre vor zwei Jahren um Hilfe gebeten haben. Warum?
Jan Böhmermann: Weil er weiß, was es bedeutet, mit Quatsch Staatskrisen auszulösen: mit den Titanic-Bestechungsfaxen vor der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland. Oder als er später mit einem Satire-Beitrag über die Buchmesse die chinesische Regierung dazu brachte, gegen das ZDF vorzugehen. Nach meinem kleinen juristischen Proseminar zum Thema »Meinungsfreiheit & Schmähkritik« für den türkischen Staatspräsidenten Erdoğan haben wir telefoniert, später habe ich ihn auch mal in Brüssel besucht. Ich musste in der etwas irren Situation vor zwei Jahren schauen, wer ausreichend qualifiziert ist, mir ein paar Tipps zu geben.

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