Heimatlos

In Deutschland gab es mal mehr als vier Millionen Sozialwohnungen - heute sind es nach Schätzungen von Experten etwa eine Million. Wie konnte das passieren? Wir haben bei den früheren Bundesbauministerinnen und -ministern nachgefragt.

Wie kein anderes Unternehmen in Deutschland stand die »Neue Heimat« für sozialen Wohnungsbau. Es ließ alle Bauten errichten, die auf den Fotos zu diesem Artikel zu sehen sind – hier eine Siedlung in Kiel-Mettenhof für etwa 20 000 Bewohner.

Foto: Myrzik & Jarisch

Hinter dem Schreibtisch der SPD-Abgeordneten Barbara Hendricks hängt ein Panoramafoto von Emmerich. Es zeigt das Rheinufer der ansonsten nicht übermäßig pittoresken Kleinstadt. Auf der anderen Seite des Flusses liegt Kleve, wo Hendricks geboren ist, eine Gegend nahe der Grenze zu den Niederlanden. Sie erinnert sich daran, dass dort bis Anfang der Sechzigerjahre – »Flüchtlingsfamilien aus Schlesien, ihre Kinder gingen mit uns in die Grundschule« –, in ausrangierten Eisenbahnwaggons wohnten. Sie wurden oft abfällig als »Nissenhütten« bezeichnet. Einfache Zweckunterkünfte, nicht nur

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