»Köche sind sehr dankbare Esser«

René Redzepi, Gründer des Restaurants »Noma«, gilt als bester Koch der Welt. Zu Hause kocht aber seine Frau. Ein Gespräch über karamellisierte Seegurke, Liebeserklärungen in der Küche und Kinder, die mit Essen spielen dürfen.

René Redzepi, 40, und Nadine Levy Redzepi, 32, im Restaurant »108«. Das neue »Noma« ist zum Zeitpunkt des Interviews im Dezember noch eine matschige Baustelle.

Foto: Petra Kleis

SZ-Magazin: Herr Redzepi, als Sie 2005 Ihre heutige Frau kennengelernt haben und das erste Mal bekochen wollten, hatten Sie als Chefkoch einen enormen Vorteil gegenüber anderen Verliebten. Was haben Sie gekocht?
René Redzepi: Ein Nudelgericht.

Frau Redzepi, Sie flirten seit ein paar Wochen mit dem Besitzer des »Noma«, er lädt Sie zu sich nach Hause ein, will Sie erobern. Und kocht Pasta. Waren Sie enttäuscht?
Nadine Levy Redzepi: Es kam ja noch besser, die Zutaten waren Reste aus seinem Restaurant. Das »Noma« machte damals für fünf Tage über Weihnachten zu, und alle Köche nahmen Lebensmittel mit heim, die sonst schlecht geworden wären. Aber als es vor mir stand, war es natürlich ziemlich beeindruckend. Nudeln mit Hummer und einer weißen Buttersauce. So was wie diese Sauce hatte ich noch nie gegessen.
René: Ein französisches Rezept. Weißwein einkochen und dabei immer Butter dazugeben. Ganz viel Butter, die Sauce dickt ein, wird cremig. Dann frische Tomaten, gehäutet, entkernt, geschnitten, Basilikum. Dann bissfeste Nudeln darauf und große Hummerstücke.

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