»Dein Schweigen hat mich zu meinem Lebensthema gebracht«

Der Vater des Regisseurs Nico Hofmann konnte jahrelang nicht über seine Kriegsvergangenheit sprechen – bis sein Sohn die Ereignisse filmisch verarbeitete. Ein Brief über das Miteinandersprechen.

Der Filmproduzent Nico Hofmann.

Foto: dpa

Mein lieber Vater,

miteinander zu sprechen, so habe ich es mir als Kind immer vorgestellt, müsste doch eigentlich ein Leichtes sein. Gerade für Dich, meinen Vater, den Journalisten, den ich so sehr bewunderte. Denn bestand nicht die Welt, in der Du lebtest, vor allem aus Wörtern und aus Sprache? War es nicht Dein Beruf, ja Deine Berufung, den Dingen Namen zu geben, sie durch das Darüber-Reden und -Schreiben aus dem Ungefähren herauszuholen und ihnen Präzision und Sinn zu verleihen und

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