Sein und Nichtsein

Häufig versunken in Nebel und dunklen Gedanken, wenige lichte Momente - seit vier Jahren ist der Vater unseres Autors dement. Die Krankheit hat beide verändert.

Als er sich den Schal noch selbst binden konnte: Der Vater des Autors in seinem Haus. Inzwischen wurde es verkauft.

Foto: Andreas Wenderoth

Seit vier Jahren wüten Diebesbanden in meinem Vater und räumen ihn langsam aus. Seine Fähigkeiten, seine Vorlieben, seine Gedanken, seine Identität. Die Demenz ist ein stückweises Sterben. Jeden Tag geht etwas Neues in meinem Vater verloren. Wir möchten ihn festhalten, aber er entgleitet uns. Immer seltener dringen wir zu ihm durch.

Überfordert von den übermenschlichen Anforderungen, die die Demenz fast immer an den Lebenspartner stellt, hatte meine Mutter irgendwann eingewilligt, ihn in ein Heim zu geben. Sechs Wochen lang hat sie

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