»Es kann so weit gehen, dass Sex als unbefriedigend erlebt wird«

Immer mehr Menschen schauen Pornos, manche werden süchtig. Der Psychologe Rudolf Stark erforscht, wie sich hoher Konsum auf Paarbeziehungen auswirkt, ab wann er  problematisch wird – und warum kompletter Entzug nicht funktioniert.

Foto: Laurent Fiorentino / Connected Archives

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SZ-Magazin: Herr Stark, zwar schauen sehr viele Menschen Pornos, darüber reden möchte aber fast niemand. Sie erforschen Pornosucht. Erschwert das Nicht-darüber-sprechen-Wollen Ihre Arbeit?  
Rudolf Stark: Ja, Pornoschauen ist ein Tabu, was es erschwert, zuverlässige Daten zu erheben. Die meisten Befragungen führe ich daher anonym durch und bin darauf angewiesen, dass die Menschen ehrlich antworten. Interessanterweise vermuten Frauen oft, dass nur sie nicht darüber sprechen, Pornos unter Männern aber das Gesprächsthema Nummer eins seien. Doch auch das entspricht nicht der Realität.