»Kuscheltiere sind für mich ganz wichtig«

Der Künstler Jonathan Meese produziert Werke und Skandale wie am Fließband. Dabei will er sich doch eigentlich am liebsten verstecken.

Als Jonathan Meese sein Abitur gemacht hatte, wollte er nach eigenen Angaben Bundeswehr-Pilot werden. Heute sieht er sich als »Soldat der Kunst«.

SZ-Magazin: Sie geben Ihren Bildern Titel wie: ERZBALLETTSCHULE »SALOON FITTY« (Die gralsfrischen LEIBESÜBUNGEN der totalen METABOLISCHEN, wie Schlüpferrevolution KEIN-ICH). Oder: MIT DIESEM ULTRAGEILEN FLEEZESHIRT KANNST DU RICHTIG AUF PLANETUSSI »VENUSS« ABSCHLABBERN, SAGT COLONEL »PLANETO HITSPECHTL’« (FREEEEZÉ). Oder: DR. NO’S DIAMANTENPLANTAGE, des PHANTOMMÖNCH’S PRÄRIEERZHALL, nahe den wässrigen GOLDFELDERN des DR. SAU, dabei die DSCHUNGELHAUT über die ZAHNSPANGE des erntefrischen GEILMÄDCHENS »Saint Just«, (DER PLANETENKILLER DR. FRAU). Wie kommen Sie auf so was?
Jonathan Meese: Ich höre ein Lied wie Wuthering Heights von Kate Bush in Endlosschleife und singe irgendeinen deutschen Text drauf. Plötzlich senkt sich mein Stift aufs Papier, und der Titel steht fertig da. Was ich liebe, muss ich bis zum Exzess wiederholen, deshalb kann ich Musik nur seriell hören. Ich habe mal ein ganzes Jahr lang nur Sweet Dreams von den Eurythmics gehört. Ich kann auch auf dem Sofa sitzen und 130 Mal hintereinander Dancing Queen von Abba hören.

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