Nach meinem ärztlichen Dienst im Krankenhaus gehe ich nach Hause. Ende Dezember 2025. Die letzten Lichter des Dresdner Weihnachtsmarktes verlöschen. Meine Tochter schläft längst in ihrem Bett. Es ist dunkel und kalt, aber ich habe es nicht eilig. Weil ich weiß, dass in 500 Metern das senfgelbe Licht einer alten Stehlampe und ein warmes Bett auf mich warten, fühle ich mich auch in der Dunkelheit geborgen.
Plötzlich spüre ich den unbedingten Wunsch, meinen Freund V. in meiner Heimatstadt Odesa
