Warum das Unbequeme oft gesünder ist

Kalte Duschen, Treppen statt Aufzug, barfuß über gefrorenes Gras: Unser Autor hat sich einen Monat lang kleinen Zumutungen ausgesetzt. Ein Arzt erklärt ihm, warum wir mehr Unbequemlichkeit brauchen, um wirklich gesund zu leben. 

In kleinen, gezielten Dosierungen kann Kälte (wie Hitze, Fasten oder Training) dem Körper gut tun. Und der Tag bietet einem mehr Gelegenheiten dazu, als man vielleicht denkt. 

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Ich wollte eine kleine Zumutung, ich kriege sie: fünf Tage vor Weihnachten, um 6.40 Uhr früh, bei 0 Grad Außentemperatur, noch vor Sonnenaufgang. Christian Becker, Facharzt für Innere Medizin und Naturheilverfahren in Starnberg, hat mich zu seinem wöchentlichen Lauftreff eingeladen.

Ich bin zu erkältet, um mitzulaufen, möchte aber dem Mann, der von kleinen Abhärtungen im Alltag schwärmt, doch zumindest mal zusehen, wenn er selbst den inneren Schweinehund überwindet. Noch ist es stockdunkel und still vor seiner Praxis, dann aber