Der Mordfall, den er nicht lösen kann

1981 wurde die zehnjährige Ursula ­Herrmann am Ammersee entführt und Wochen später tot aufgefunden. Für die Tat kam ein Mann ins ­Gefängnis. Der war es nicht – sagt Ursulas Bruder, der seit fast vierzig Jahren nach einer Wahrheit sucht, mit der er leben kann.

Michael Herrmann sagt, irgendwann werde er auch mal Ruhe geben. »Aber noch nicht jetzt.«

Foto: Sigrid Reinichs

Michael Herrmann weiß nicht, wer seine kleine Schwester um­gebracht hat, damals, im frühen Herbst 1981. Er glaubt nicht, dass es der Mann war, der dafür im Gefängnis sitzt und der bis heute sagt, er sei es nicht gewesen. Deswegen arbeitet Herrmann fast jeden Tag daran, herauszufinden, was wirklich passiert ist. Und immer, wenn man ihn fragt, warum er sich das antut, sagt er Sätze, die klingen, als läse er sie ab, so oft hat er die Frage schon beantwortet.
»Damit da nicht ein Unschuldiger im Gefängnis sitzt.«
»Um ein guter Sohn für meine Mutter zu sein.«
»Ethische Gründe.«

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