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SZ-Magazin: Herr Goosen, Sie sind Ruhrpottbewohner und Eckkneipenbesucher. Ihr neuer Roman »Lovely Rita« spielt zum Großteil an einem Kneipentresen. Was ist das für ein Phänomen, die Eckkneipe?
Frank Goosen: Nach der Arbeit ging man früher in die Kneipe, das berühmte Feierabendbier trinken und vielleicht auch den wöchentlichen Lohn auf den Kopf hauen. Deshalb ist es im Ruhrgebiet Folklore, die gar nicht immer nur lustig ist, dass die Frauen ihre Kerle aus der Kneipe ziehen mussten, bevor die alles versoffen hatten. Oder die Kinder mussten das machen. Kinder in den Keller schicken, Bier holen, Kinder in die Kneipe schicken, Papa holen, das war so.
