Das Briefgeheimnis

Die Mutter unseres Autors verlor ihre Mutter bereits 1943, mit sieben. Ein Leben lang wusste sie wenig über die Frau, die sie geboren hatte – bis nun ein Stapel alter Briefe auftauchte.

Mehr als 120 Briefe lagerten jahrzehntelang unangetastet in einer Schachtel – die Beileidspost aus dem Jahr 1943.

Wie tief die Traurigkeit war, die meine Mutter noch in ihrem Herzen barg, bemerkten wir am 11. Dezember 2014, irgendwann zwischen 19 und 20 Uhr. Drei Tage vorher war ihr Bruder gestorben. Am Vorabend der Beerdigung traf sich die Familie im Haus des Bruders, aus dem man auf die schwäbische Kleinstadt Murrhardt blickt, in der meine Mutter aufwuchs. Meine Eltern saßen mit der Witwe des Bruders zusammen, seinen beiden Töchtern mit ihren Familien, zwei Neffen. Beim Abend­essen kam das Gespräch

Zum Weiterlesen Abo wählen.

Tagespass

1,99 €

Sichern Sie sich den 24-h-Zugang zu allen digitalen Inhalten der SZ und dem SZ Magazin.

Weiter

Testzugang

0,00 €

Testen Sie die digitale SZ und das SZ Magazin 14 Tage kostenlos.Testzugang für Studenten.

Weiter

Jahresvorteilspreis

mtl. 19,99 €

Erhalten Sie 12 Monate lang Zugriff auf alle Inhalte der digitalen SZ zum monatlichen Vorteilspreis.

Weiter