»Mutter, Du warst eine begnadete Zockerin!«

Die Schriftstellerin Ingrid Noll schreibt an ihre Mutter, die ihre Energie erst nach dem Tod des Vaters entwickelte. Ein Brief über Lob, Geld und Stärke im Alter.

Foto: dpa

Liebe Mutter,

nein, eine Glucke warst Du nie! Im Gegensatz zu Dir bin ich meinen Kindern mit mütterlicher Fürsorge wohl oft auf den Wecker gefallen. Da warst Du doch aus anderem Holz geschnitzt! Wenn ich im Winter keine Kniestrümpfe, sondern Söckchen anzog, hast Du bloß trocken bemerkt: »Wenn du frieren willst, dann frier!«

Als Schülerin übernachtete ich gelegentlich bei einer Freundin, dort setzte sich ihre Mutter an unsere Betten, küsste die eigene Tochter, strich mir übers Haar, blieb noch eine

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