»Du hast gewusst, dass wir ohne Dich aufgeschmissen waren. Und trotzdem bist Du gegangen«

Die Schriftstellerin Natascha Wodin schreibt im Brief an ihre Mutter über das Schauspiel des Lebens und wie sie einander gleichzeitig Mutter und Tochter wurden.

Foto: dpa

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… es fängt damit an, dass ich nicht weiß, wie ich Dich ansprechen soll. Als Kind nannte ich Dich »Mama«, manchmal wahrscheinlich auch »Mamotschka« oder »Mamulja«, aber da Du vor über sechzig Jahren gestorben bist und ich inzwischen eine alte Frau geworden bin, kommt mir das Wort »Mama« nicht mehr über die Lippen.

Das Wort ist in meiner Kindheit geblieben, ich kenne Dich nur mit meinen Kinderaugen und mache mir kaum Vorstellungen davon, wie unsere Beziehung sich im

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