Auswärts-Bier

Unser Autor trinkt Heineken regelmäßig, aber nur auf Reisen und niemals zu Hause. Warum? Am Geschmack liegt es nicht.

Foto: Maurizio Di Iorio

Vor gut 20 Jahren veröffentlichte die großartige Band Kante ein Album mit dem Titel Zwischen den Orten. Es könnte der Soundtrack zu der merkwürdigen Liebe sein, die mich – ebenfalls seit mehr als 20 Jahren – mit Heineken verbindet.

Ich erinnere mich nicht, jemals ein Heineken auf deutschem oder gar bayerischem Boden getrunken zu haben. Nein, zu Hause finde ich in jeder Kneipe ein Bier, von dem ich mir mehr verspreche, trotzdem habe ich in meinem Leben Hunderte

Sobald ich an einem Flughafen hocke, renne ich in die erste Bar, meistens einen seelenlosen Irish Pub mit dunkler Holzgarnitur, bestelle ein Heineken und schaue auf einem der zehn Flachbildschirme ein Basketballspiel, das mir egal ist. Bei Zwischenlandungen in

Natürlich verfluche ich diese Momente, weil ich nicht mehr zu Hause und noch nicht am Ziel, also zwischen den Orten gefangen bin, aber genau deswegen sind diese Stunden von einer magischen Kraft, erst recht nachts, wenn man schlaftrunken die

Warum Heineken? Ich weiß es nicht. Am Geschmack liegt es eher nicht: Okay, es schmeckt nach Bier, aber im Vergleich zu bayerischen Bieren doch ziemlich wässrig und lasch, man könnte auch sagen: charakterlos. Ein Kritiker aus Deutschland hat mal