Googeln für Fortgeschrittene

Viel gesucht, wenig gefunden? Drei schnelle Tricks, um die Suche im Internet zu optimieren.

Obwohl viele Menschen bei Websuchen zuerst an Google denken – es gibt Alternativen.

Foto: iStock / choochart choochaikupt

Theoretisch ist beinahe jede Information irgendwo im Internet zu finden. Doch damit aus den Informationen auch Wissen werden kann, braucht es die Fähigkeit zur Einordnung. Aber erstaunlicherweise fehlt die ausgerechnet in der Verwendung von Suchmaschinen häufig. Oder wussten Sie, dass die Suchmaschine Google zum Beispiel auch ein Taschenrechner ist? Geben Sie mal eine Rechenaufgabe in den Suchschlitz ein.

Es gibt einiges über das Suchen, was eigentlich beim Finden hilft. Drei Tipps für mehr gute Ergebnisse:

Schauen Sie auch dort, wo nicht alle schauen. Das heißt, dass man sich bei Google auch die zweite oder dritte Ergebnisseite ansieht. Manchmal findet man dort Informationen, die besser passen. Das gilt auch für die Suchmaschine selbst: Obwohl viele Menschen bei Websuchen zuerst an Google denken – es gibt Alternativen. Das Angebot Ecosia greift zum Beispiel auf die Suchergebnisse von Bing zurück und verbindet jede Suche mit dem ökologischen Anliegen der Aufforstung. Das französische Angebot Qwandt ist eine eigene Suchmaschine und zeigt einen anderen Blick ins Web als Google, das  Angebot greift nach etwas anderen Regeln auf die Informationsflut im Web zurück.

Wer mit Google ins Web schaut, sollte ein paar Tricks kennen, die man Operatoren nennt und die Ihnen helfen, den zweiten Ratschlag zu befolgen: Sagen Sie so genau wie möglich, was Sie suchen. Wenn Sie zum Beispiel Fundstellen für einen bestimmten Satz suchen, sollten Sie diesen in Anführungszeichen setzen. Dann liefert Google Ihnen Webseiten, auf denen sich dieser Satz genau so findet. Wenn Sie bestimmte Begriffe in einer Suche ausschließen wollen, können Sie dies mit einem Minus vor dem Begriff tun. Eine Suche nach Ergebnissen zum FC Bayern, allerdings ohne den noch amtierenden Präsidenten Uli Hoeneß, bekommen Sie, wenn Sie »FC Bayern -Hoeneß« eingeben.

Und wenn Sie nur die

(Kurzes Übungsbeispiel: Sie suchen ein

Es empfiehlt sich auch, auf

Der dritte Ratschlag, um Ihre Websuche zu verbessern, lautet: Suchen Sie rückwärts. Dabei geht es um zwei Ansätze: Einerseits können Sie mit Hilfe der Bilder-Rückwärtssuche Fundstellen zu Fotos im Web ausfindig machen. Andererseits ist es bedeutsam, bei der Websuche auch in Archive zu schauen. Bei der Bildersuche helfen Ihnen Angebote wie Tineye oder die Bildersuche von Google.

Auf beiden Seiten können Sie Fotos hochladen, und die Suchmaschine ermittelt für Sie, ob dieses Motiv schon mal im Netz verwendet wurde. Auf diese Weise können Sie sich gegen Bild-Betrüger wappnen, die etwa Bilder von einem Terroranschlag aus der Vergangenheit verwenden, um damit bei der Meldung eines aktuellen Unfalls Panik zu verbreiten. Hilfreich ist der Blick zurück ebenfalls bei sehr alten Fundstellen. Wenn Sie wissen wollen, wie zum Beispiel die Homepage des SZ-Magazins vor 13 Jahren aussah, werden Sie auch bei Google nicht fündig. Dafür müssen sie die Wayback-Maschine bemühen. Sie ist eine Art Internet-Archiv, das alte Websites aufbewahrt. Das ist nicht nur als Nostalgie-Gründen empfehlenswert, sondern kann auch helfen, Informationen im Web besser zu finden. Für die Homepage des SZ-Magazins bin ich für Sie schon mal tätig geworden.

Was Sie mit den Tipps vermeiden? Hoffentlich das nächste LMGTFY. Das ist ein Akronym, zusammen gesetzt aus den Anfangsbuchstaben des englischen Satzes »Let me google that for you« (Lass mich das für dich googlen). Auf der zugehörigen Website kann man in unterschiedlichen Suchmaschinen Anfragen eingeben und die Ergebnisse als Link an Freunde verschicken. LMGTFY wird vor allem in Situationen genutzt, in denen Menschen signalisieren wollen: »Deine Frage ist so banal, die hättest du auch selber nachschauen können.«

Gut, wenn man weiß wie.