»Die Bilder kommen wie von allein«

Pettersson und Findus, Mama Muh – Sven Nordqvist hat einige der schönsten Kinderbuchfiguren gezeichnet. Ein Gespräch über Monstermaschinen, die Sehnsucht nach dem einfachen Leben auf dem Land in Schweden und darüber, warum er keine weiteren Pettersson-Geschichten mehr erfinden kann.

Sven Nordqvist, 79, wuchs in der schwedischen Stadt Halmstad auf, mit einem großen Bruder und seiner alleinerziehenden Mutter. Seine Pettersson und Findus-Bücher stehen in Kinderzimmern weltweit. 2007 erhielt er für das Buch Wo ist meine Schwester? den August-Preis, den wichtigsten schwedischen Literaturpreis.

Ein Altbau in Södermalm, im gediegenen Teil Stockholms. Jugendstiltreppenhaus, alles schön ordentlich. Hinter einer Tür im dritten Stock dann ein Mix aus Werkstatt und Museum, überall Pinsel, Stifte und rätselhafter Kram aus acht Jahrzehnten: Willkommen bei Sven Nordqvist.

SZ-Magazin: Hier sieht es ja aus wie in Petterssons Werkstatt! Sven Nordqvist: Ich hebe einfach so gern Dinge auf, die ich schön, lustig oder ungewöhnlich finde. Alte Sachen mag ich schon deshalb, weil sie so lange da sind.

Und der Ast hier mit den Riesenäpfeln?
Den habe ich selbst gebastelt, für eine Ausstellung meiner Pettersson-Bilder. Ich habe dafür Petterssons Schreinerei nachgebaut, und da wuchs dieser Ast durchs Fenster.