»Mit 17 war ich schon verheiratet«

Tara Westover war Mormonin im ländlichen Idaho, Deborah Feldman wuchs in einer chassidischen Gemeinde in New York auf. Beide Frauen haben ihre Erfahrungen in Bestsellern beschrieben. Ein Gespräch über das Leben in extrem religiösen Welten – und über die Schwierigkeit, ihnen zu entkommen.

Deborah Feldman heiratete gemäß chassidischer Tradition: Bei der Hochzeit darf nur der Bräutigam das Gesicht der Braut sehen.

­SZ-Magazin: Frau Westover, in Ihrer mormonischen Familie wurden Geburtstage oft an unterschiedlichen Tagen gefeiert. Kennen Sie inzwischen Ihr Geburtsdatum?
Tara Westover: Nein, aber ich kann es bis auf drei Tage Ende September 1986 einkreisen. Einer meiner Brüder erinnert sich, dass er dreieinhalb war, als er mich das ­erste Mal mitbekam. Der täuscht sich nicht. Und meine Schwester könnte schwören, dass es an einem der drei Tage Ende September gewesen sein muss. Meinen ­Eltern glaube ich, dass sie mein genaues Geburtsdatum wirklich vergessen haben könnten. Deswegen haben wir Kinder uns früher ja immer einen Tag als Geburtstag ausgesucht, der uns am besten gepasst hat.
Deborah Feldman: Interessant. Ich bin auch 32, im August 1986 geboren.

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