Heul doch!

Sie gelten schnell als Weichei, Waschlappen, Softie: Weinende Männer haben es nicht leicht. Dabei ist es höchste Zeit, die Schleusen zu öffnen.

Bis heute ist nicht ganz geklärt, warum Gefühle wie Trauer oder Rührung zu menschlichen Tränen führen können.

Als sich im Champions-League-­Finale 2018 Mohamed Salah vom FC Liverpool und Dani Carvajal von Real Madrid so sehr verletzten, dass sie ausgewechselt wurden, weinten beide. Der ZDF-­Experte Oliver Kahn, der sich in seiner Karriere den Beinamen »Der Titan« erspielt hatte, bemerkte in der Halbzeitpause missmutig: »Dass die immer alle weinen! Das kann man doch in der Kabine machen. Ich weiß nicht, was sich da eingebürgert hat. Jeder weint immer.« Auch in den USA gelten weinende Männer offenbar häufig als ein