»Wir sind viel still miteinander«

Weil Eugen Gomringers Gedicht »Avenidas« von der Fassade einer Berliner Hochschule entfernt werden soll, tobt ein erbitterter Streit um die Kunstfreiheit. Seine größte Verteidigerin wurde eine andere Sprachkünstlerin, die ihm nicht immer nahestand: seine Tochter Nora. Ein Gespräch über die Schwierigkeit, eine Familie zu sein.

Nora Gomringer hat einst lange gezögert, ihrem Vater Eugen zu gestehen, dass sie wie er Gedichte schreiben will.

Foto: Daniel Delang

Das Kunsthaus in Rehau, einer Kleinstadt im Norden Oberfrankens. Wenn man ein Gespräch mit Vater und Tochter Gomringer führen will, führt kein Weg an der Mutter vorbei: Nortrud Gomringer, promovierte Germanistin, kümmert sich um alle Termine ihres Mannes. Und um die vielen Mails und Briefe, die den Dichter seit dem Skandal um »Avenidas« erreichen. Vom Erdgeschoss, dem Museum für Konkrete Kunst, führt Gomringer hinauf in den ersten Stock, wo sie mit ihrem Mann, 93 Jahre alt, wohnt. Wenn sie von

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