»Ein Club ist wie ein Kindergarten«

Wie baut man Euphorie? Die Architekten des berühmten Technoclubs »Berghain« in Berlin sprechen über verborgene Gänge, Drogen auf dem Klo, Kaugummi auf der Tanzfläche und den Spieltrieb der Besucher.

Traumwelt: Thomas Karsten und Alexandra Erhard vor dem »Berghain«. Das Gebäude mit seiner neoklassizistischen Fassade wurde in den Fünfzigerjahren als Heizkraftwerk errichtet, um die Stalinbauten an der nahen Karl-Marx-Allee mit Wärme und Strom zu versorgen.

Foto: Andy Kania

Alexandra Erhard und Thomas Karsten arbeiten und leben zusammen: Seit 2003 sind die beiden Architekten miteinander verheiratet – in dem Jahr begann auch ihr größtes Projekt, das sie bis heute begleitet: das »Berghain«. Der beste Technoclub der Welt, wie es immer wieder in den Medien heißt. Es ist so viel über diesen Club geschrieben worden, dass man schon zu wissen glaubt, was dort jedes Wochenende los ist, ohne je drin gewesen zu sein – stundenlanges Anstehen vor unerbittlichen Türstehern, im Club dann viel nackte Haut, Leder, Fetischzeug, Sex und Drogen. Ein Ort der Enthemmung, der Euphorie und des Absturzes. Ein Wahrzeichen von Berlin.

Das »Berghain«, zu Hause in einem Ostberliner Heizkraftwerk aus den Fünfzigerjahren, hat Erhard und Karsten bekannt gemacht: Rund ein halbes Dutzend anderer Clubs haben sie mittlerweile gestaltet, im »Berghain« sind sie immer wieder mit Umbauarbeiten betreut. Während des Interviews redet fast ausschließlich Thomas Karsten.

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