Sagen Sie jetzt nichts, Melda Akbas

Ein Interview, in dem die türkisch-deutsche Schülerin nichts sagt und doch alles verrät: über ihr Leben als Muslima und darüber, wie es ist, neben dem Abitur auch noch ein Buch zu schreiben.

    Name: Melda Akbas Geboren: 23. April 1991 in Berlin Beruf: Schülerin Ausbildung: Abitur (so gut wie sicher) Status: Spagat: 1,0 Wer ein Kopftuch trägt, wird schief angesehen. So jedenfalls erlebte es Melda Akbas – und wehrt sich. Die Deutsch-Türkin hat in den letzten Monaten nicht nur für ihr Abitur gelernt, sondern auch ein Buch geschrieben: So wie ich will. Mein Leben zwischen Moschee und Minirock. War anstrengend, aber ihre Noten haben nicht gelitten. Und wer diese junge Frau erlebt, ihre Energie spürt, ihre Aufgewecktheit, der weiß auch, wie sie das hinbekommen hat.

    Im Buch erzählt sie von der Schwierigkeit, zwischen zwei Welten, zwei Mentalitäten eingeklemmt zu sein und sich trotzdem immer wieder freizustrampeln. Von Moscheebesuchen, ersten Küssen, ausgeschnittenen T-Shirts und ihrem Plan, mit Sex nicht bis zur Hochzeit zu warten. Alles Dinge, die ihre Eltern nicht wussten. Jedenfalls bis jetzt.

    Fotos: Alfred Steffen

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