Gebt ihm eine Chance!

Entweder man liebt Bärwurz oder findet ihn unerträglich: über einen Schnaps, der gar nicht erst versucht, allen zu gefallen – und gerade deshalb so besonders ist.

Foto: Maurizio Di Iorio

Der Bärwurz hatte von Anfang an keine Chance in ­diesem Krieg. Es war, als kämpften Bauern mit Mistgabeln und Dreschflegeln gegen eine Armee mit ­Kanonen und Gewehren. Am Ende musste er sich gegen 300 Gin-Sorten und unzählige Aperol-Varianten geschlagen geben, die einfach moderner, zeitgemäßer, wendiger waren.

Der Bärwurz ist ein Schnaps aus dem Bayerischen Wald. Die Bärwurz ist die Pflanze, aus deren Wurzel er gemacht wird, ganz hübsch eigentlich, wenn sie auf den Höhenlagen in weißer Blüte steht. Man

In meiner Kindheit war Bärwurz für mich so alltäglich wie heute Ingwer-Minz-Tee. Wenn die rotgesichtigen Männer vom Stammtisch acht Weißbier getrunken hatten, kam eine Runde Bärwurz auf den Tisch – und dann noch

Wie Bärwurz schmeckt? Ich konnte mich nicht erinnern. Zu lange her. Und deshalb bin ich neulich, als ich meine Eltern besucht habe, bei der »Bärwurzquelle« in Bad Kötzting vorbeigefahren. »Der Bärwurz wird nicht

Und weil ich den Bayerischen Wald und die Menschen, die ihn bewohnen, so liebe, nun der Werbeblock: Ich fordere alle auf, die für Toleranz, Offenheit und Vielfalt sind und meistens doch nur unter