Was von ertrunkenen Flüchtlingen bleibt

Im Mittelmeer sterben immer noch Tausende beim Versuch, nach Europa zu fliehen. Die wenigsten Opfer lassen sich identifizieren. Nur die Gegenstände, die sie dabei hatten, erzählen von ihrem Leben.

Unbekannt, Heck des Schiffes
Diese Zahnbürste und Reise-Zahnpastatube wurden im Heck jenes Schiffes gefunden, das am 18. April 2015 im Mittelmeer gesunken war. Wer sie mit sich geführt hatte, ließ sich nicht mehr rekonstruieren.

Es ist so eine Sache mit den Symbolen. Sie können groß sein, belastbar und sinnstiftend – wenn man sich einig ist, was sie bedeuten, und aus dieser Einigkeit etwas erwächst. Genauso ist es mit der »Operation Sophia« der Europäischen Union. Sie wurde ins Leben gerufen, um Menschen in Seenot zu retten, die libysche Küsten­wache auszubilden und Schlepper im Mittelmeer aufzugreifen. Das Militär verschiedener EU-Staaten unterstützt diesen Auftrag.

Zunächst hieß diese Mission: EUNAVFOR MED. Ein Titel der Bürokratie. Im Herbst 2015

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