»Meine Träume gehen immer schlecht aus«

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern, lebte in der Nazi-Zeit versteckt auf einem Bauernhof. Kurz vor ihrem 85. Geburtstag spricht sie über ihre Beschützer, allzeit gepackte Koffer und den Rechtsruck von heute.

Charlotte Knobloch in ihrem Büro am Münchner Sankt-Jakobs-Platz. Den Tag der Eröffnung der benachbarten Synagoge, den 09. November 2006, bezeichnet sie als den wichtigsten ihres Lebens.

Foto: Armin Smailovic

SZ-Magazin: Schlafen Sie gut?
Charlotte Knobloch: Eigentlich schon. Aber dieser gute Schlaf wird oft durch Träume beeinträchtigt. Irgendetwas, was ich am Tag gehört, gelesen, gesprochen habe, setze ich in Verbindung mit der Vergangenheit. Wenn ich dann aufwache, bin ich sehr glücklich, dass mich die Wirklichkeit erleichtert.

Wie meinen Sie das?
Die Träume sind sehr belastend. Das finde ich interessant. Ich finde keinen Ausweg oder kann in der Mitte aufhören - viele Menschen können das ja. Meine Träume gehen immer schlecht aus. Ich bin noch nie aufgewacht und habe mich über einen Traum gefreut.

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