Vor einer Weile las ich in der Süddeutschen Zeitung eine Reportage über einen Mann namens Julius Vasas, der von Beruf Wohnungsentrümpler ist. Nach dem Tod von Menschen räumt er deren Behausungen leer, sodass andere Menschen sie wieder vollräumen können. Das ist der Lauf der Dinge: ein Wechselspiel von Be- und Entrümpelung. Vasas berichtete, er stoße immer wieder auf gigantische Sammlungen von Plastiktüten, »sauber gefaltet und übereinandergelegt«, oft von Geschäften, die es schon lange nicht mehr gebe, Hertie zum Beispiel oder Schlecker.
Meine Güte, noch ne Tüte!
Viele Menschen hängen an den Plastiktüten, die man früher in Geschäften bekam, auch unser Kolumnist hatte eine große Sammlung. Diese ist zwar längst verschwunden, aber irgendwo in seinem Körper trägt er Teile von ihr noch immer bei sich.

Illustration: Dirk Schmidt