Panama, gelegen zwischen Costa Rica und Kolumbien an der dünnsten Stelle Lateinamerikas, hat sich nach einer politisch harten Zeit in das Gegenteil der früheren Militärdiktatur verwandelt: ein friedliches Urlaubsparadies, so toll, dass man fast ausrufen möchte: »Oh, wie schön ist …« – macht man aber nicht. Denn dieser Satz hängt einem schon vor Reiseantritt zum Hals heraus, weil ihn jeder zu jung gebliebene Erwachsene zum Besten gibt, sobald der Name des Urlaubsziels fällt. Um eines also gleich mal klarzustellen: In besagtem Land gibt es weder kleine Braunbären noch Tiger. Dafür trifft der Urlauber dort mit etwas Glück nicht weniger sympathische Affen, wilde Papageien, blaue Frösche, entspannte Schlangen und wahre Fans von Kevin Kuranyi, der u. a. die panamaische Staatsangehörigkeit besitzt und jetzt in Deutschland Fußball spielt. Wer zum richtigen Zeitpunkt das Gespräch auf den Schalke-Star lenkt, kann auf so manchem panamaischen Pick-up
kilometerweit umsonst mitfahren. Das Erstaunlichste an diesem Land sind aber die vielen palmenverzierten Strände, die jedes Urlaubsfoto wie eine Postertapete wirken lassen. Sie machen es einem schwer, am Meer in Ruhe zu lesen, da die Welt hinter dem Buch so schön aussieht, dass man ständig von den Seiten aufblicken muss. Und zu guter Letzt: Nun ja, die Bananen sind wirklich ziemlich gut. In (1) Panama Stadt sollte man morgens im Parque Natural Metropolitano spazieren gehen, tagsüber den berühmten Kanal besichtigen, abends an der Strandpromenade oder im Restaurantviertel Bella Vista essen und am nächsten Tag frühmorgens mit einer Propellermaschine vom Inlandsflughafen Albrook auf eine der 365 einsamen (2) San Blas Inseln fliegen. Hütte, Ausflüge und Verpflegung: www.sapibenega.com. Beim nächsten Stopp in (3) El Valle erzählt der ehemalige Kapitän Manfred Koch bis spät in die Nacht echtes Seemannsgarn (www.loscapitanes.com). In Bouquete kann man bei mediterranem Klima echte (4) Kaffeeplantagen (coffeeadventures.net.) besichtigen. Zum Urlaubsende noch ein Geheimtipp für die Karibische Küste von (5) Bocas del Toro: Bei Erika (www.dolphinbayhideaway.com) gibt es zwei zahme Hunde, einen frechen Papagei, echte Gastfreundschaft und eine Bucht, in der Delfine Saltos schlagen.

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