Als wäre nichts geschehen

Die Schweizer Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin äußert 2014 den Verdacht, sie sei vergewaltigt worden. Am Ende soll sie unterschreiben, dass sie den möglichen Täter nicht mehr beschuldigen werde. Die Geschichte einer fast verlorenen Ehre.

Jolanda Spiess-Hegglin, heute 37, einst Shootingstar der grünen Partei, heute Aktivistin.

Foto: Anne Morgenstern

Donnerstagabend im Herbst 2016, kurz vor zehn. In einer Küche mit Blick auf die dunklen Berge sitzt eine junge Frau an ihrem Laptop. Die drei Kinder sind im Bett, ihr Mann ist zu einer Bandprobe. Auf dem Bildschirm des Laptops ziehen Internetforen vorbei, überall Meinung, alle machen mit: Schlepperbanden das Handwerk legen ... Die Politiker machen unsere Schweiz kaputt ... Kann diese Schlampe nicht endlich das Maul halten. Bingo. Jolanda Spiess-Hegglin lächelt, lehnt sich zurück und nimmt einen großen Schluck Wein. Mit »diese Schlampe«

Zum Weiterlesen Abo wählen.

Tagespass

1,99 €

Sichern Sie sich den 24-h-Zugang zu allen digitalen Inhalten der SZ und dem SZ Magazin.

Weiter

Testzugang

0,00 €

Testen Sie die digitale SZ und das SZ Magazin 14 Tage kostenlos.Testzugang für Studenten.

Weiter

Jahresvorteilspreis

mtl. 19,99 €

Erhalten Sie 12 Monate lang Zugriff auf alle Inhalte der digitalen SZ zum monatlichen Vorteilspreis.

Weiter