»Ein paar Fische müssen schließlich überleben«

Thailand ist bei Touristen so beliebt, dass viele schöne Orte unter dem Ansturm zerstört werden könnten. Der Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat über gesellige Chinesen, Speedboote und die Entscheidung, Traumstrände zu schließen, um sie zu retten.

SZ-Magazin: Ihr Vater war Staatssekretär im thailändischen Landwirtschaftsministerium. Eine seiner Aufgaben war es, die Nationalparks zu inspizieren.
Thon Thamrongnawasawat: Mehr noch! Er hat das Konzept der Nationalparks in Thailand etabliert und rund achtzig Parks eröffnet, darunter zwölf Meeresnationalparks. Als Staatssekretär war er automatisch der Vorsitzende des damals neu gegründeten Ausschusses für Nationalparks. Auf seine Reisen in die Natur hat er mich oft mitgenommen. Ich war noch ein Kind.

Wie sah die Unterwasserwelt damals aus?
Wie der Himmel. Das Wasser war kristallklar, überall leuchteten Korallen. Ich muss etwa sechs gewesen sein, als ich das erste Mal geschnorchelt bin. Vor Ko Tao, einer Insel im Golf von Thailand. Auf dem Meeresgrund saßen Hummer. Und ich erinnere mich an riesige Schwärme von Pagageifischen, 100 oder 200 Tiere. So etwas sieht man heute nicht mehr. Damals schwammen weder Plastik noch anderer Müll im Wasser, und die Korallen waren an sehr wenigen Stellen beschädigt, bloß dort, wo mit Dynamit gefischt worden war.

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