»Besitz hat keine Bedeutung«

Balkrishna Doshi gilt als der bedeutendste Architekt
­Indiens. Der 91-Jährige über seine Lehrjahre bei Le Corbusier, die Irrelevanz von To-do-Listen und die Gewissheit, dass seine Mutter ihn in seiner Hosentasche begleitet.

Balkrishna Doshi in einem seiner Bauten, dem »Amdavad ni Gufa«, einer unterirdischen Kunst­galerie in Ahmedabad, der fünftgrößten Stadt Indiens.

SZ-Magazin: Im vergangenen Jahr wurde Ihnen der Pritzker-Preis ­ver­liehen, die weltweit bedeutendste Auszeichnung für Architekten. In Ihrer Dankesrede sagten Sie, Sie seien einer Eingebung gefolgt, als Sie Ihr Studium der Malerei nach zwei Jahren abbrachen und sich für Architektur entschieden. Haben Sie solche Eingebungen öfter?Balkrishna Doshi: In jedem von uns gibt es eine innere Uhr und eine innere Stimme. Ich arbeite seit sechzig Jahren daran, meine Wahrnehmung für diese Signale zu schärfen, denn sie sind das Wertvollste, was ein Mensch

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