Ein Quantum Prost

Seit er vor 16 Jahren in einer Garage das Giesinger Bräu gründete, kämpft Steffen Marx darum, das beste Bier der Stadt zu brauen. Jetzt fordert er die angestammten Brauereien heraus – und könnte die Bier­metropole München für immer verändern.

Sehnsuchtsort: Mit der Rikscha fährt Steffen Marx sein Bier nur zu Werbezwecken aus – hier bis zur Wiesn. Das »VR 2« auf dem Nummernschild steht für die Registernummer des Vereins Münchener Brauereien, in den er will.

An seinem Traum wird noch gebaut, aber Steffen Marx sieht an diesem Dezembertag 2019 alles schon vor sich. Die Maischepfanne dort hinten, der Läuterbottich davor, Marx stiefelt über die Baustelle, die bald Münchens siebte Brauerei sein soll. In den haushohen Hallen ragt ein Dutzend Gärtanks empor, eine Abfüllanlage vom Ausmaß etlicher Güterwagen wartet auf Aufbau, die Leitungen für Wasser und Würze auf Anschluss. 20 Millionen Euro stecken Marx und seine Mitstreiter in diese Braustätte. Ihr wahrer Wert misst sich aber