Wo sind die Besserwisser, wenn man sie braucht?

Allerlei Propheten und Visionäre erklären uns bereits, wie die Welt nach der Corona-Krise aussehen wird. Dazu lässt sich jetzt schon feststellen: Das hilft niemandem.

Illustration: Dirk Schmidt

Liebe Leserinnen, liebe Leser, von nun an finden Sie hier jede Woche »Das Beste aus aller Welt« auch zum Hören, eingesprochen vom Autor. Um weiterzulesen, oder sich die Kolumne von Axel Hacke vorlesen zu lassen, benötigen Sie einen SZ-Plus-Zugang.  

Boris Johnson hat seine Landsleute mit diesem Satz auf die kommenden Zeiten eingestimmt: »Wir wissen, dass die Lage sich verschlechtert, bevor sie besser wird.«

We know things will get worse before they get better. Das klingt fast wie ein allgemeiner Lebensgrundsatz, und man könnte einwenden, dass es so nicht immer sein muss, die Dinge könnten auch mal einfach gut sein und sich noch besser gestalten oder, im Gegenteil, vom ohnehin Miserablen zum Übleren sinken. Aber da wir von einem Wendepunkt reden, an dem sich Großbritannien durch den Brexit ohnehin befindet, wollen wir nicht kleinlich sein. Apropos: Wie toll genau war die Idee, ein Experiment wie den Austritt aus der EU zu betreiben, wenn uns Katastrophen wie diese treffen können? Wie großartig sind, von heute aus gesehen, solche Spiele mit der Geschichte?