»Hundehaare bürste ich sofort vom Teppich«

So wohnt Berlin: zu Hause bei Harald Glööckler.


SZ-Magazin: Herr Glööckler, Sie sind ziemlich außergewöhnlich eingerichtet.
Harald Glööckler:
Ich lebe in Charlottenburg, im alten, gediegenen Westen. Dazu passt der barocke Stil. Würde ich in Mitte wohnen, wäre ich anders eingerichtet. Cooler. Wie in New York, Central-Park-Style, mit langen Taftgardinen.

Ist der Tisch bei Ihnen immer gedeckt?

Der eine, das signalisiert: Es kann immer jemand kommen. Ich habe noch drei andere.

Wo bewahren Sie normale Dinge auf, den Toaster, Zeitschriften, das iPad?
In der Küche, da steht auch ein Dampfgarer. Aber ich bin sehr ordentlich, auch sauber, Hundehaare etwa bürste ich sofort vom Teppich.

Wie viel Geld geben Sie in der Woche für Blumen aus?

Es waren Tausende Euros. Ich bin so viel unterwegs, dass die Blumen oft verwelkten, bis ich wieder da war. Jetzt sind sie aus Seide. Ein frischer Rosenstrauß steht in der Küche.

Was käme Ihnen nicht in die Wohnung?
Farnwedel. Und Nelken. Ich habe meine Mutter mit 13 Jahren zu Grabe getragen, da lagen zehn Nelkenkränze, das hat gereicht.

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Harald Glööckler, geboren 1965 in Schwaben, ist Modedesigner, Juror bei Let’s Dance und gilt als Vorbild für Sacha Baron Cohens Filmfigur Brüno. Er wohnt mit seinem Lebensgefährten auf knapp 1000 Quadratmetern in Berlin-Charlottenburg.

Fotos: Todd Selby

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