Mein Leben mit der Gang

Als Schlagzeuger der Spider Murphy Gang brachte es Franz Trojan zum Millionär. 30 Jahre später empfing der einstige Star unseren Redakteur –in einem Wohnwagen, der ihm nicht mal selbst gehört.

Ein etwas angegrauter Wohnwagen, viereinhalb Meter lang, knapp zwei Meter breit. Drin die Schlafecke, ein kleiner Fernseher. Auf der Matratze liegt eine Gitarre, deren Saiten schon lang nicht mehr gewechselt wurden. Es ist ziemlich dunkel im Wohnwagen, direkt dahinter beginnt der Wald. Vor der Tür liegen alte Bretter herum, ein paar Meter weiter ein Schuppen, rechts ein großes Feld, mitten im Nichts. »Ja, das ist hier so mein Reich, gell«, sagt Franz Trojan, dann hustet er. Er raucht viel. Entweder er raucht oder er dreht sich die nächste Zigarette. Gelbe Finger. Husten.

Trojan, 55 Jahre alt, sitzt in einem verwaschenen blauen Pullover vor dem Wohnwagen, die schütteren Haare strähnig nach hinten gekämmt. In seinem Wohnwagen gibt es kein Buch, keine Platten, nichts, was auf ein Privatleben schließen ließe. »Ach mei, ich hab schon CDs und so«, sagt er, »aber die liegen drüben im Schuppen. Pack ich nicht aus. Keine Böcke.« Und das Schlagzeug? »Auseinandergenommen. Im Schuppen. Keine Böcke.« Er hustet. Immerhin, ein eigener Wohnwagen. Am Niederrhein. Besser als das Obdachlosenheim in Niederbayern, in dem er zuletzt gelebt hat.

Keiner auf der Bühne ist so cool wie der Schlagzeuger, das war mir schon mit zehn klar. Vorne turnen die mit den Gitarren und Bässen rum, in der Ecke sitzt der Typ an der langweiligen Orgel – hinten, auf dem Podest, thront der Drummer, der alles anschiebt, der den größten Radau macht. Als Junge konnte ich stundenlang Platten hören und dazu mit imaginären Drumsticks in der Luft rumtrommeln. Besonders gut ging das zu den Platten der Spider Murphy Gang. Franz  Trojan war ein richtiges Tier, er spielte hart und laut und konnte auch so ganz schnelle Sachen, ein Mordsgewirbel. Ein lässiger Typ. Auf der ersten Platte war er mit Lederjacke und einer Bierflasche in der Hand zu sehen, also bitte, cooler Hund, oder?

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Die Spider Murphy Gang hatte riesige Hits, Skandal im Sperrbezirk kennt jeder. Die Spiders kamen aus München, meiner Heimatstadt, im Gegensatz zu Bands aus England oder Amerika schienen sie so greifbar. Und dass sie es als Münchner geschafft hatten, in ganz Deutschland zu Stars zu werden – das konnte ja nur heißen, dass München cool war und ich als Münchner auch.

Franz Trojan war Millionär, damals in den Achtzigerjahren. Das Album Dolce Vita stand auf Platz eins der Charts, die damals noch Hitparade hießen, die Band spielte Konzerte in den größten Hallen, Olympiahalle, Westfalenhalle. »Wenn du zum ersten Mal eine Million hast, das ist ein geiles Gefühl«, sagt Trojan, heute 55 Jahre alt, »da gehst du einfach ins Geschäft, grüß Gott, packen Sie mir den Porsche ein. Man haut die Kohle raus. Man denkt, das geht immer so weiter.«

Es ging kein bisschen so weiter. 1992 verließ Trojan die Spider Murphy Gang. Warum? »Keine Böcke mehr.« Die Platten verkauften sich nicht mehr so gut. Die Konzerte liefen, die Leute mochten ja die Hits. Aber er wollte die Hits nicht mehr spielen, er fand, die Luft sei raus. Er war dann noch ein paar Jahre ganz gut im Geschäft, als Studio-Schlagzeuger für andere, als Produzent, für Nicki, für Juliane Werding, er war sogar Mitbesitzer eines edlen Tonstudios. Franz Trojan war wer in der Münchner Musikszene. Dass er mal im Obdachlosenheim sitzen würde – dafür sprach damals nichts, überhaupt nichts.

Ich wurde kein Schlagzeuger. Ich wurde erst mal elf. Dolce Vita bekam ich zu Weihnachten von meiner Großmutter, das war 1981. Als Kaufkassette. Die Spielzeit der A-Seite war etwas länger als die der B-Seite, wenn man die Kassette umdrehte, musste man zurückspulen, um den Anfang des ersten Lieds nicht zu verpassen. Ich hörte die Kassette ununterbrochen. Bei Skandal im Sperrbezirk wurde die berühmte Telefonnummer »Zwounddreißig sechzehn acht« erwähnt, da sollte die Prostituierte Rosi zu erreichen sein, bei der »Konjunktur die ganze Nacht« herrschte. Ich wusste nicht so genau, was das heißen soll, aber nach endlosem Kichern und Schnell-wieder-Auflegen traute ich mich irgendwann, anzurufen. Tote Leitung. Es war natürlich gar keine richtige Telefonnummer.

Trojans Wohnwagen steht im Hinterhof eines kleinen Einfamilienhauses am Rand von Kamp-Lintfort. Kamp-Lintfort, knapp 40 000 Einwohner, ein Stück nördlich von Krefeld. 530 Kilometer entfernt von Kulmbach in Bayern, wo er geboren und aufgewachsen ist. Trojan steht vor seinem Wohnwagen, der ihm gar nicht gehört, er gehört Lissy Dicks, der Frau, die ihn gerettet hat. Lissy Dicks, Mitte fünfzig, rotbraune Dauerwelle, klein, quirlig, Quasselstrippe, Anpackerin. Sie betreibt eine kleine Plattenfirma, eine wirklich sehr kleine. Die Sänger, die sie unter Vertrag hat, kennt man eher nicht so. Trojan erzählt mir, wie die beiden sich kennengelernt haben: Ein gemeinsamer Bekannter hatte den Kontakt hergestellt, die beiden telefonierten, ein paar Tage später fuhr Franz los. »Das war vor eineinhalb Jahren. Seitdem bin ich hier oben. Ich bin einfach geblieben.« Lissy konnte ihn ganz gut brauchen, er kennt sich ja mit Musik aus.

Lissys Bungalow sieht etwas selbst gebaut aus, neben der Haustür lehnen Schindeln, die sollen ein Fensterbrett werden, wenn mal Zeit ist, sie anzubringen. Hinter dem Haus: Trojans Wohnwagen. Im Haus: drei enge Zimmer mit einfachen Möbeln, dahinter zwei etwas düstere Räume, das sogenannte Studio. Trojan führt mich in den kleineren der beiden Räume, wir sitzen zusammen vor einem großen Tisch mit einem Computer, das ist alles. Keine Instrumente. »Du brauchst ja den ganzen Schmarrn heut nicht mehr«, sagt er, »der Computer kann so klingen wie ein Klavier, wie eine Gitarre, wie ein Schlagzeug.« Er führt ein paar Sounds vor. Sie klingen wie ein Computer, der wie ein Instrument klingen soll. Hier nimmt Trojan Lieder für die Sängerinnen und Sänger auf, die Lissy managt. Abends, wenn er fertig ist und den Computer runterfährt, stellt ihm Lissy einen Teller Nudeln hin, den nimmt er dann mit hinter in seinen Wohnwagen.

Trojan spielt mir ein angefangenes Lied vor, den Rhythmus hat er im Computer programmiert. Die Maschine rappelt vor sich hin, und ich bin ratlos: Der Mann, der damals so begnadet reingehauen hat, der so cool am Schlagzeug saß, lässt sein Schlagzeug im Schuppen und drückt lieber ein paar Knöpfe. Aber Trojan zerbricht sich darüber nicht groß den Kopf. Computer an, Computer aus, Hauptsache kein Stress.

Ab und zu veranstaltet Lissy Dicks Partys in der Umgebung. Da tritt dann auch Trojan auf. Sie bewirbt ihn als den »Bayer vom Niederrhein«, Trojan zieht dann eine Trachtenjacke an, singt ein paar selbst geschriebene Lieder und ein, zwei Hits der Spider Murphy Gang. Im August, bei der Party in einem kleinen Festzelt in Duisburg, veranstaltete Lissy auch eine Tombola, die auf dem Plakat in leichtem Dialekt angekündigt wurde. »1. Preis: Liveauftritt mit Franz Trojan auf Ihre nächste Fete.«

Einmal, das war schon eine Weile nach Dolce Vita und den ganz großen Hits, spielte die Spider Murphy Gang in der Fernsehsendung Live aus dem Alabama. Ich hing vor dem Fernseher. Der Gitarrist Barny Murphy hatte sich ein Trampolin an den Bühnenrand bauen lassen, er machte beim Spielen wilde Sprünge, spektakulär! Hinten saß Franz Trojan und knüppelte, was das Zeug hielt. Auf einmal fiel die Lautsprecheranlage aus. Der Keyboarder drückte hilflos auf seine Tasten, der Sänger zupfte am Bass, nichts zu hören. Nur einen Gitarrenverstärker direkt auf der Bühne hörte man noch. Und natürlich das Schlagzeug. Denn das Schlagzeug braucht keine Verstärker. Trojan spielte einfach weiter, er haute rein für zwei, er konnte das: so spielen, dass es klang, als wären da mindestens vier Arme gleichzeitig bei der Arbeit. Es fehlte nichts, der Mann hätte auch ein ganzes Konzert allein spielen können. Wahnsinn.

Millionär im Obdachlosenheim

Jetzt muss endlich mal die Sache mit dem Obdachlosenheim besprochen werden. Warum war er da überhaupt? Wie kommt man vom ersten Platz der Charts ins Obdachlosenheim? Ich schaue Trojan beim Rauchen zu, hoffe auf eine Erklärung. Trojan zuckt die Schultern. »Mir ist das Geld ausgegangen. Vielleicht lag’s an den Drogen. Das Gift war ja immer da. Überall, wo ich hinkam, die nächste Line. Mit Koks geht’s dir halt richtig gut, du bist gut drauf, wirst nie müde. Am Schluss war ich 24 Stunden am Tag auf Droge. Und das Gift war teuer.« Er hatte ein Haus in Moosburg, östlich von München, er hatte Wohnungen. Alles weg. »Drogen, Schulden, Kredite. Keine Ahnung.« Er schüttelt den Kopf, es interessiert ihn auch nicht so richtig. Noch mal überlegen, was genau aus dem Geld wurde? »Keine Böcke.« Er dreht sich eine Zigarette.

Eines Tages kam Trojan nach Hause, er war wieder unterwegs gewesen, Kneipen, Partys, Alkohol. »Da war meine Frau einfach ausgezogen. Hat die ganze Wohnung leer geräumt.« Trojan zog zu Freunden. Wohnte mal hier, mal da, schlief in Gästebetten, auf Sofas. 2005 ging ihm endgültig das Geld aus. Er fand keine bezahlbare Wohnung. Bei der Moosburger Stadtverwaltung empfahlen sie ihm das Obdachlosenheim. Winziges Zimmer, Bett, Schrank, Tisch. Nicht mal richtig Platz, um die Goldenen Schallplatten aufzuhängen. Dafür neue Freunde. »Das war nicht lustig. Wir haben nur gesoffen, Bier, Schnaps, alles durcheinander. Das waren die falschen Leute. Wenn da einer um neun in der Früh mit dem Bier ankommt … Ich bin in der Hinsicht halt labil.« Trojan wurde einer von ihnen. Er trank wie sie, er lebte wie sie, er sah aus wie sie.

Und dann das mit den Zigaretten. 2009. Trojan hatte in einem Supermarkt eine Schachtel mitgenommen. Er sagt, er habe zur Kasse gehen wollen, das Gericht sagte: Diebstahl, er wurde verurteilt. Geldstrafe. Lokalzeitungen zeigten ihn auf der Titelseite: Spider-Schlagzeuger klaut! Trojan lacht: »Ha, gell, da war ich mal so richtig in den Schlagzeilen!« Dann schiebt er ernst hinterher: »War ned schön.«

Ich sitze ihm gegenüber und warte die ganze Zeit, dass er sein Schicksal beklagt. Dass er schimpft oder jammert oder hadert. Jeder würde doch in so einer Situation jammern. Aber Trojan jammert nicht. Keine Böcke.

Als ich 13 wurde, kamen mir die Lieder der Spider Murphy Gang nicht mehr so cool vor. Ich merkte, dass es andere Musik gab, aus England und Amerika, und die Spider Murphy Gang ging den Weg meiner verstaubten Teddys und Playmobilfiguren: Danke, schön wars, ab in den Schrank.

Lissy hat einen Freund, der betreibt einen Campingplatz in der Nähe. Trotzdem funktionieren Lissy und Franz wie ein altes Ehepaar. Lissy, mit ihrer tiefen, nach vielen Zigaretten klingenden Stimme, sagt: »Wir sind die größten Kumpel. Wir haben uns lieb, aber ich werd schon mal pampig, zum Beispiel, wenn er wieder vergisst zu duschen. Dann sag ich, Fränzchen, drei Tage, jetzt reicht’s.« Während Lissy spricht, schaut Trojan genervt an die Decke, dann lacht er und sagt: »Mei, ich brauch immer wen, der mich in den Arsch tritt. Ich hab halt oft zu nix Böcke.«

In Lissys Büro, einem niedrigen Raum hinter der Küche, hängen die Goldenen Schallplatten aus Trojans großer Zeit. Platin für 250 000 mal Dolce Vita. Von Goldenen Schallplatten sind die beiden ziemlich weit weg. Sie versuchen es mit Party-CDs für Mallorca, mit Schlagern und EM-Songs, mit unbekannten Sängerinnen und Sängern, mit ganz guten und mit nicht ganz so guten.

Erst viele Jahre später besuchte ich ein Jubiläumskonzert, irgendjemand hatte Freikarten, also gut, warum nicht. 2002, 25 Jahre auf der Bühne feierte die Band da. Günther Sigl, Barny Murphy und die anderen Musiker, die nach Trojans Zeit dazugekommen waren, spielten die Hits, der Circus Krone war komplett gefüllt, ich stand irgendwo am Rand und erwartete nicht viel. Aber im fünften Lied wurde mir klar: Du singst die ganze Zeit mit. Jeden Ton, jede Zeile. Du kannst jedes dieser Lieder komplett auswendig.

Die Spider Murphy Gang spielt heute jedes Jahr zig Auftritte, auch in Bierzelten und auf Firmenveranstaltungen. Günther Sigl muss das alles nicht mehr machen, er verdient, wann immer irgendwo ein Spider-Lied läuft, die Gema treibt das Geld für ihn ein. Er hat sich damals als Urheber aller Stücke eintragen lassen, die anderen haben nur mitgespielt, dafür gibt’s viel, viel weniger Geld. »Dabei sind die meisten Stücke im Teamwork entstanden«, erklärt Trojan, »im Proberaum …« Er sagt das, als sei es nicht weiter wichtig. Ich frage ihn, warum sie damals nicht diskutiert haben. Sie hätten doch Sigl sagen können, dass sie Anteile wollen. »Dafür waren wir zu blöd«, brummt er, »der Günther hatte einen guten Berater, einen Musikverleger, der hat ihm immer die richtigen Tipps gegeben.« Neid? Nein, Trojan sagt, er empfinde keinen Neid. Es gebe ja auch kein böses Blut, nichts. Nächste Zigarette. Er erklärt: »Der Günther war halt ein gelernter Bankkaufmann, der hat sein Geld gescheit investiert. Der hat heute bestimmt 50 Wohnungen in München.«

Ich merke, ich würde mich jetzt gern mit Trojan gemeinsam empören über die Ungerechtigkeit der Welt. Am liebsten würde ich aufspringen und sagen, komm, Franz, wir lassen uns das alles nicht mehr bieten, du sagst denen, du willst Geld, los, wir schaffen das! Aber Trojan dreht sich nur die nächste Zigarette. Ich frage ihn, ob er sich denn nie aufregt. Er schüttelt den Kopf, »mei, eigentlich nicht«, und wischt ein paar Tabakkrümel vom Tisch.

Trojan hatte damals tolle Möglichkeiten. Ein Bekannter erfand vor 30 Jahren die Schlagzeugmarke Troyan und lieh sich dafür seinen Namen aus. Die Marke ist bis heute erfolgreich auf der ganzen Welt. Aber Trojan hat nie Geld gesehen, keine Verträge, natürlich. Immerhin, er kriegt bis heute kostenlos Troyan-Drumsets. Und lässt sie im Schuppen stehen.

Wenn man Günther Sigl fragen will, wie es so war damals mit Trojan, und ob er ihm heute nicht ein bisschen unter die Arme greifen will, kriegt man von seinem Berater, es ist derselbe wie vor 30 Jahren, eine sehr knappe Mail: Wir haben keinen Kontakt zu Franz Trojan und wissen auch nicht, wo er sich aufhält.

In den letzten Jahren lief in der Allianz Arena oft das Spider-Lied ’S Leben is wia a Traum, wenn der FC Bayern ein Tor geschossen hatte. Man hört auf der Aufnahme auch Trojan singen, er hat oft die Chöre gesungen. »Weißt, was mir immer gestunken hat?«, sagt er und schaut mich zum ersten Mal so an, als sei ihm etwas wichtig. »Dass wir nie eine Ehrung vom Ministerpräsidenten bekommen haben. Wir haben doch viel getan für die Wirkung Bayerns in Deutschland, oder?«

Vor ein paar Wochen, im Sommer, feierten Sigl und Murphy das 35-jährige Bestehen ihrer Band mit einem Konzert vor 40 000 Besuchern im Münchner Olympiastadion. Der Oberbürgermeister Christian Ude kam und überreichte den beiden die Auszeichnung »München leuchtet«. Trojan war nicht dabei. »Dabei hat irgendwer sogar bei der Lissy angerufen und gefragt, ob ich mitspielen will, wegen 30 Jahre oder 40 Jahre oder so was. Aber mei.« Mei was, Franz? »Mei, keine Böcke.«

Je länger wir in Lissys Küche sitzen, Trojan und ich, umso klarer wird mir: Der hadert nicht mit sich und dem Leben. Es ist halt, wie es ist. Er war mal Millionär, er ist es nicht mehr. Er hatte mal ein großes Haus, er hat keins mehr. Alles zu seiner Zeit. Besser als im Obdachlosenheim geht es ihm allemal. »Passt schon«, sagt er. Dann sagt er lange nichts. Und dann raucht er eine.

FRANZ TROJAN

Die Spider Murphy Gang wurde 1977 gegründet und hatte ihre größten Hits zwischen 1980 und 1983, zur Zeit der Neuen Deutschen Welle - obwohl sie, abgesehen von Skandal im Sperrbezirk, vor allem klassischen Rock ’n’ Roll spielte. Der Keyboarder Michael Busse verließ die Band 1987, der Schlagzeuger Franz Trojan ging 1992, der Rest machte mit anderen Musiker weiter. In München und Umgebung gilt die Spider Murphy Gang heute als Klassiker, sie spielt regelmäßig vor ausverkauften Sälen. Franz Trojan war in den letzten Jahren kaum mehr als Musiker beschäftigt - vor Kurzem aber hat er sein erstes Soloalbum aufgenommen:Popsongs und Schlager mit bayerischem Einschlag. Schickeria, den ersten Hit der Spider Murphy Gang, singt er auch. Trojans Soloalbum heißt Wieder im Glück.

Set-Design: Nina Lemm/liganord.de; Styling-Assistenz: Elena Mora

Fotos: Attila Hartwig, Heinz Augé

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