Warum wir auch meinungsfreie Räume brauchen

Corona, Klimawandel, 5G: Alle sollen in Deutschland frei ihre politische Meinung sagen. Aber muss man diese Überzeugungen an die Wände seines Ladens kleben oder in seiner Praxis auslegen?

Sollten Restaurants neben dem Essen auch politische Überzeugungen servieren?  

Der Besuch neulich beim Augenarzt brachte zwei Überraschungen: Mein Kind braucht eine Brille, weil es schlechter sieht als gedacht. Und der Klimawandel ist nicht so schlimm wie gedacht, denn Greta Thunberg ist nur hysterisch.

Den Dioptrienwert des Kindes ermittelte der Arzt mit Geräten zur Augenglasbestimmung. Das mit Greta las ich auf einer Pinnwand voller Artikel, die gut sichtbar in seiner Praxis stand. Darunter Kommentare über »Greta-die-Welt-geht-unter-Thunberg« und »Gender-Unfug«. Der Arzt ist älter, sein graues Haar gibt mir das gute

Einige Tage später ging ich in ein Spiel­warengeschäft. Auf den zehn Metern vom Parkplatz zur Ladentür kam man an mehreren DIN-A4-Seiten vorbei, die der Ladenbesitzer an die Hauswand geklebt hatte. Darauf klagte er nicht nur über die Maskenpflicht, was seine Arbeit zumindest direkt betrifft, er

Zwei Wochen später sah ich auf Facebook einen Post, der den Kassenbon einer Bar in Sachsen zeigte. Unter der Rechnung war ein Hinweis gedruckt: »Die Bundesregierung will bis 2020 den neuen Mobilfunkstandard 5G einführen. Experten bezeichnen dies als größten Angriff auf die Menschheit.«

Es

Dabei

Verboten

Ich

Es

Aber