12 Dinge, die das Leben jetzt besser machen

US-Wahl, Corona, der Anschlag in Wien: Kopf und Herz haben es im Moment schwer. Wir haben leicht umzusetzende Tipps gesammelt, mit denen Sie Ihrer Seele jetzt etwas Gutes tun können.

Hunde beobachten und im Bett bleiben kann den Tag beides schon ein bisschen besser machen. Wer einen eigenen Hund hat, mit dem er morgens im Bett kuscheln kann: Jackpot!

Foto: Getty Images

1. Morgens zehn Minuten länger im Bett liegen bleiben
»Der britische Schriftsteller Matt Haig hat einmal geschrieben, dass man die Zeit anhalten kann, wenn man küsst. Ich kenne eine noch bessere Möglichkeit: morgens zehn Minuten länger im Bett liegen bleiben. Und damit meine ich nicht, ein Nickerchen zu machen, sondern hellwach die gemütliche Wärme aufzusaugen. Alle fiesen Probleme des Alltags – inklusive Zeitdruck – dringen nämlich nicht durch dichte Daunendecken.« (DW)

2. Zimtschnecken backen
»Als ich den ersten richtig großen Streit mit meiner besten Freundin hatte (ich war 9 oder 10) und dachte, nie würde irgendetwas jemals wieder gut werden, rettete meine Mutter mich mit dem Duft von frischgebackenen Zimtschnecken. Ich kroch aus meinem Zimmer, aß etwas von dem warmen Hefegebäck und ahnte sofort: Es kann nicht alles schlecht sein in dieser Welt. Funktioniert bis heute.« (SP)

3. Nachbarn helfen
»Die Hoftür in unserem Mehrfamilienhaus, wo sonst eher wenig miteinander gesprochen wird, glich in den ersten Corona-Wochen einem schwarzen Brett – gleich mehrere »Jüngere« hatten netten Zettel geschrieben und angeboten, für all jene einkaufen zu gehen, die nicht konnten oder wollten. Auch ich war ich für manche meiner Nachbarn einkaufen. Mal sollte ich Schmand und rote Tulpen für die ältere Dame besorgen, mal Bitterschokolade und Espresso für den Mann neben uns. Es kann gut tun, für jemanden da zu sein. Es lenkt den Blick von sich selbst ab.« (AD)

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4. Fremde Hunde im Park anschauen
»Wenn etwas fürchterlicher ist, als es sein sollte, ziehe ich meine Schuhe an und laufe in den Park. Denn hier gibt es zuverlässig die besten Stimmungsaufheller: Hunde. Verliebt ihre Besitzer anschauende Shepherds, sich selbst überschätzende Zwergdackel, Pudel mit Haartolle. Natürlich hätte ich am liebsten einen eigenen Hund, der mich auch immer treuherzig-glücklich anschaut, aber so lange das nicht geht, sind die Hunde in meiner Nachbarschaft für mich da. Und weil sie Hunde sind, machen sie das vermutlich auch noch gerne.« (DW)

5. Keller ausmisten
»Den Keller endlich mal von all dem unnötigen Mist befreien, dann zum Wertstoffhof fahren und sperrige Bretter, uralte Skier und kaputte Möbel möglichst schwungvoll in die passenden Containern werfen. Es darf ordentlich scheppern und klirren und krachen. Das befreit, ist ein kurzes Workout und der Keller ist danach tatsächlich mal wieder betretbar.« (MB)

6. Laut singen
»Nie war eine bessere Zeit zu singen, als genau jetzt, in dieser Minute. Wie, das können Sie nicht? Falsch, kann jeder! Welches Lied? Egal. Hauptsache laut, ohne Hemmungen und voller Inbrunst. Wenn Ihr Körper voller Musik ist und von innen heraus tönt und vibriert, lächelt Ihre Seele.« (JW)

7. Waldspaziergang
»Mit wetterfester Kleidung in den Wald gehen und irgendwas sammeln: Hagebutten, Kastanien, Pilze, Bucheckern, Stöcke, bunte Blätter, egal. Hauptsache, man geht mal richtig tief rein in den Wald. Das ist zugleich idyllisch, märchenhaft und etwas unheimlich. Danach heim gehen und was Warmes kochen: Wild-Gulasch oder Kastaniensuppe.« (MB)

8. Kinder abkitzeln und sich von ihnen abkitzeln lassen 
»Wenn es nichts zu lachen gibt, muss man nachhelfen. Am besten mit Kitzeln. Besonders gut funktioniert das mit Kindern: Erst diese gründlich abkitzeln, dann sich von ihnen abkitzeln lassen, dann beides gleichzeitig. Erst aufhören, wenn alle auf dem Boden rumrollen und Tränen lachen.«  (JW)

9. Ein Schaumbad nehmen, an egal welchem Tag der Woche
»Wenig ist so wohltuend und tröstlich wie ein warmes Schaumbad. Und zwar einfach dann, wenn einem danach ist – egal, ob man eigentlich Socken sortieren, Pfannen spülen oder Ablage machen sollte. Wer keine Badewanne hat, kann sich für die Mini-Wellness-Auszeit ein warmes Fußbad gönnen, eingehüllt in eine kuschelige Decke und mit einer Tasse Kakao oder Tee in der Hand.« (SP)

10. Urlaubsbilder-Fotoshow
»Manchmal hilft es schon, in den Handyfotos ein Jahr zurück zu scrollen, um sich ein bisschen besser zu fühlen. Noch effektiver ist es, wenn man sich einen Urlaub aussucht, an den man besonders gute Erinnerungen hat, und alle Fotos dazu auf einem großem Bildschirm anschaut. Gern mit Popcorn, süßen Drinks und vielen lustigen Anekdoten. Weckt Sehnsucht, aber auf eine gute Weise.« (SP)

11. Einen lieben Menschen anrufen und sagen, wie es einem wirklich geht
»Schon klar, stark sein und positiv bleiben sind zur Zeit wichtige Aufgaben. Aber manchmal tut genau das Gegenteil viel, viel besser: sich nämlich zuzugestehen, dass man gerade weder stark noch positiv ist oder sein will. Und das einer Person, der man vertraut, ganz offen und direkt am Telefon sagen – und dass man dringend Aufmunterung durch genau diesen Menschen braucht. Fühlt sich für beide gut an.« (SP)

12. Spieleabend mit dem Partner (und dabei Schnaps trinken)
»Als wir am Wochenende den Würfelbecher rausholten, segelte uns der Spielstand vom April entgegen. Er war unsere Rettung im ersten Lockdown gewesen. Wie bei vielen hatte es auch bei uns viel Anspannung gegeben, auch Streit um Wer-darf-wann-Spazieren-oder-Pilates-machen. Die Lösung lautete, jeden Abend spielen statt Netflix: Scrabble, Kniffel, 6 nimmt, Carcassonne – sogar das fränkische Dialektquiz wurde rausgeholt (war natürlich am witzigsten). Der Gewinner durfte das nächste Spiel aussuchen, die Siege wurden in einer ewigen Strichliste vermerkt. Machen wir jetzt wieder – diesmal mit Schnaps als Aufschlag für den fiesen Herbst. Bringt: Albernheit und Ablenkung vom Feinsten.« (AD)