Sechs Wochen Campo Bahia, bitte

Die deutsche Nationalmannschaft ist zurück aus Russland. Und was macht sie jetzt? Wir haben mal Vermutungen angestellt. Von Kinderfußballcamp bis Pommesbude. 

Bundestrainer Löw geht am Flughafen Flughafen Wnukowo zum Abfluggate. 

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Jogi Löw: Hat noch am Abend des Südkorea-Spiels sechs Wochen Vollpension im Campo Bahia, Brasilien, gebucht. Verliert aus Versehen am ersten Tag sein Handy im Meer.

Oliver Bierhoff: Hat nach dem Abpfiff sein Einzelzimmer im deutschen WM-Quartier in Watutinki um drei Wochen verlängert. Um zu beweisen, dass man dort trotz aller Kritik herrliche Tage erleben kann. Hat heute nach drei Stunden Spaziergang ums Hotel ausgecheckt und wartet auf die Buchungsbestätigung der Strandvilla im Campo Bahia.

Thomas Müller: Genießt den Sommer wie schon nach dem WM-Titel 2014 an einem Badesee in Bayern. Verbringt die Zeit mit Pommes-Kaufen und »Calippo Cola«-Schlecken. Fällt in der Warteschlange vor dem Kiosk durch ungewöhnliche Laufwege auf. 

Matthias Ginter: Schummelt ein bisschen bei der Altersangabe und erhält den letzten Platz im »Philipp-Lahm-Sommercamp«. Will dort endlich mal wieder Fußball spielen. Erfährt dann, dass in Lahms Kindercamp gar nicht gekickt wird, sondern mit Spielen und Vorträgen die Persönlichkeit der Kinder gestärkt werden soll. Hängt den Rest der Woche viel auf Bänken rum.

Sami Khedira: Bucht Last Minute ein Luxushotel in der Südsee. Verschläft aber den entscheidenden Moment der Abreise. Versucht mit einem Sprint noch das Schlimmste abzuwenden. Erreicht das Gate zehn Minuten, nachdem der Flieger abgehoben ist.

Mats Hummels: Fliegt in ein Familienhotel nach Ibiza. Kritisiert den Kapitän der Lufthansamaschine öffentlich für dessen schwache Flugleistung. Kritisiert im Hotel öffentlich den Chefkoch für dessen schwache Herdleistung. Kritisiert am Pool den Bademeister öffentlichen für dessen schwache Schwimmleistung. Kritisiert beim Sandburgen bauen seinen Sohn öffentlich für dessen schwache Buddelleistung. Träumt nachts viel von Kopfbällen im gegnerischen Strafraum.

Mario Gomez, Niklas Süle und Timo Werner.

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Timo Werner: Fliegt direkt nach Madrid, um dort den Medizincheck zu machen bei den Mannschaftsärzten von Real Madrid. Merkt auf halber Strecke, dass Real Madrid ihn gar nicht angerufen hat, sondern er auf einen Scherzanruf der Titanic-Redaktion reingefallen ist. Trifft am Flughafen in Madrid auch Mario Gomez und Niklas Süle. 

Toni Kroos: Fliegt heim nach Madrid. Leiht sich einen Champions-League-Pokal im Vereinsmuseum, mietet einen Doppeldeckerbus und bittet den Fahrer Runden um den Cibeles-Brunnen zu fahren.

Marc-André Ter Stegen: Hat der englischen Nationalmannschaft angeboten, er könnte sich in deren Achtelfinale ins Tor stellen. Wartet auf die Antwort.

Ilkay Gündogan: Macht Urlaub in seiner alten Heimat. Hat nach fünf Stunden in Gelsenkirchen das Gefühl, in Russland eigentlich einen tollen Sommer gehabt zu haben.

Jonas Hector: Steigt vorzeitig ins Training des Zweitligisten 1. FC Köln ein. Freut sich über Stürmer, die ins Tor treffen und Mittelfeldspieler, die laufen.

Jérôme Boateng: Hofft nach dem WM-Aus, zumindest als Rapper einen Sommerhit zu landen. Schickt dem Rapper Jay-Z eine Aufnahme, fragt ihn, wie der den Song findet. Steigt danach früher ins Mannschaftstraining des FC Bayern ein.

Kevin Trapp: Ist schon nach dem Mexiko-Spiel heim nach Paris geflogen, hat nur keiner bemerkt.

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