Der Dialekt stirbt aus!

Aber CSU-Grantler Peter Gauweiler kann helfen. Und wir haben endlich eine Rolle gefunden, in der wir ihn wirklich gern sehen: Er erklärt uns seine Lieblingsschimpfwörter.

1. »Freche Matz«
Eine Juso-Vorsitzende, die man nicht unnett findet, könnte man trotzdem als »freche Matz« bezeichnen, also ein freches Mädchen. Es gibt auch noch die Steigerungsform: »a ganz a freche Matz«.

2. »Tschamsterer«

Einer, der eifrig ist, aber nicht überall wohlgelitten. In der Familie kann es zum Beispiel den potenziellen Heiratskandidaten treffen: »der Vroni ihr Tschamsterer«. In der Politik: der arme Minister Gabriel, rastlos im Tretrad, zwischen Dienstflügen, Spritsparen und Mehrheitsbeschaffung in der SPD-Fraktion.

3. »Der ganz der ander«
Eine hochelegante Wendung, wie sie die harte preußische Schimpfwortsprache gar nicht kennt. Sagen wir, Guido Westerwelle redet im Fernsehen makellos über den Papstbesuch der FDP-Fraktion. Annamirl, die vom Sofa aus zuschaut, kommentiert: »Er scho a, der ganz der ander.« Besser kann man es nicht ausdrücken!

4. »Zuchtl«

Dieses Wort betrifft das weite Feld des Emanzipatorischen. Wir Bayern befürworten bekanntlich die Emanzipation der Frau, nicht aber den Widerspruch und das ewige Nachschnabeln. Also: Eine Zuchtl ist eine besonders schnabelige, gschaftige Person. Politisch werden manche jetzt an die vielen Wesen aus dem Berliner Hosenanzugbiotop denken.

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