Das kleine Einmaleins der Liebe

Was kommt heraus, wenn Forscher sich dem höchsten aller Gefühle hingeben? Ein paar ziemlich ernüchternde Zahlen.

    1 Jahr lang haben frisch Verliebte Schmetterlinge im Bauch und feuchte Hände.
    Diese »akute Liebe«, wie sie der Forscher Emanuele Enzo nennt, bewirkt der körpereigene Signalstoff Neurotrophin. Was klingt wie eine Krankheit, dient der Stabilisierung: Nach einem Jahr ist eine Beziehung stark genug, um auch ohne Rausch zu überleben. (Quelle: Studie Universität von Pavia)

    2 Prozent der Patienten, die einen Herzanfall erleiden, bekommen ihn, weil jemand ihr Herz gebrochen hat.
    90 Prozent dieser gebrochenen Herzen gehörten Frauen. (Quelle: Johns Hopkins University School of Medicine) 2,9 Jahre ist der Mann bei der ersten Heirat durchschnittlich älter als die Frau – weltweit.
    Mit 30 (Frau) und 33 Jahren (Mann) versprechen sich Deutsche heute sieben Jahre später ewige Liebe als noch 1960. (Quelle: Destatis)

    4 Prozent kleiner als Gehirne Nichtschwangerer sind die Gehirne werdender Mütter.
    Das sogenannte Babygehirn geht mit Gedächtnisstörungen einher. Aber Mutterschaft bringt Frauen nicht dauerhaft um den Verstand. Vor der Geburt wird das Mutterhirn umprogrammiert, damit es den neuen Anforderungen gewachsen ist. Und das kann sogar noch im Alter gegen Demenz schützen. (Quelle: University of Richmond)

    5 zu 1 heißt die Glücksformel für glückliche Partnerschaften.
    Denn so sollten sich Lob und Tadel zueinander verhalten. Beziehungsforscher John Gottman ließ Paare im Labor streiten. Diejenigen, die konstruktiv und freundlich miteinander umgingen, blieben eher zusammen. (Quelle: »Journal of Marriage and Family«, 62)

    9 Monate Schonzeit braucht die Seele nach dem Ende einer ernsthaften Beziehung.
    Das sagt die Psychologin Gilda Carle. Erst dann könne sich der Mensch wieder auf einen neuen Partner einlassen. (Quelle: Gilda Carle, »Don’t Bet on the Prince«)

    13,4 Prozent der deutschen Paare leben räumlich getrennt.
    LAT – living apart together, heißt diese Partnerschaft ohne gemeinsamen Tisch und Bett. Besonders beliebt ist diese neue Lebensform bei Großstädtern über 38. (Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)

    17 Jahre alt waren 575 befragte deutsche Studienteilnehmerinnen zwischen 17 und 71 Jahren durchschnittlich bei ihrem ersten Mal.
    (Quelle: Studie Sexual(er)leben deutscher Frauen, Charité)

    20 Prozent niedriger ist die Lebenserwartung einer Frau,
    wenn sie einen acht Jahre jüngeren Mann an ihrer Seite hat. Madonna könnte diese Nachricht erschrecken, ist die 51-Jährige doch mit dem 22-jährigen Brasilianer Jesus Luz verbandelt. Ist der Abstand größer als acht Jahre, sinkt die Lebenserwartung noch deutlicher. (Quelle: Max Planck Institut für demografische Forschung)

    22 ist das Alter, in dem man am leidenschaftlichsten liebt.
    Unter 2500 Paaren, die sich zu einem späteren Zeitpunkt im Leben wiedervereint haben, wählten 84 Prozent den Partner, mit dem sie im Alter von 22 Jahren schon einmal liiert waren. (Quellen: »Time Magazine«, California State University)

    25 Prozent aller Single-Männer finden ihre platonische Freundin attraktiv. 11 Prozent der Frauen geht es mit dem besten Kumpel genauso.
    Forscher sprechen vom Harry-und-Sally-Syndrom – und meinen die Schwierigkeiten einer Freundschaft zwischen Mann und Frau. Nur bei 50 Prozent dieser Freundschaften ist kein Sex im Spiel. (Quellen: »Die Welt«, »Emotion«)

    26 Prozent wahrscheinlicher ist es, dass gut aussehende Paare eine Tochter bekommen als einen Sohn.
    Wenn schöne Eltern häufiger Töchter bekommen als weniger hübsche, werden Frauen langfristig immer schöner. (Quelle: Langzeitstudie zur Erwachsenengesundheit, London School of Economics)

    50 Prozent der Paare, die in eine gemeinsame Wohnung ziehen, entscheiden sich dafür innerhalb der ersten sechs Monate.
    Weniger als ein Drittel diskutiert zuvor die Erwartungen an die gemeinsame Zukunft.(Quelle: Ohio State University)

    65 Prozent der Scheidungen über 50 gehen von der Frau aus.
    (Quelle: Louann Brizendine, »The Female Brain«)

    88 Prozent der 30- bis 44-jährigen amerikanischen Frauen, die mehr als 100 000 Dollar im Jahr verdienen, sind verheiratet.
    Intelligenz und Erfolg machen Frauen also doch nicht einsam. (Quelle: Center für Economic and Policy Research, Washington)

    94 Prozent der Single-Frauen zwischen 20 und 29 sagen, dass sie – wenn überhaupt – nur ihren Seelenverwandten heiraten werden.
    Wie viele diesen Vorsatz verwirklichen können, ist bislang nicht statistisch erfasst. (Quelle: Gallup-Survey)

    98 Prozent der Teilnehmer einer Studie unter 155 Männern und Frauen haben bereits eine unerwiderte Liebe erlebt.
    (Quelle: Western Reserve University)

    99 Prozent von 215 Witwen blieben dem toten Gatten sechs Monate nach seinem Tod treu,
    nur ein Prozent traf sich wieder mit Männern. Unter den Witwern begaben sich zu diesem Zeitpunkt schon 15 Prozent auf Brautschau. (Quellen: University of New Brunswick, »Journal of Marriage and Family«)
    Bilder: dpa

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