Einfacher Aprikosenkuchen mit Amarettini

Dieser fruchtige Kuchen geht so einfach, dass man ihn auswendig backen kann. Das eigentliche Geheimnis verbirgt sich unter der Mürbeteigdecke.

Aprikosenkuchen mit Amarettini und einem Klecks Schlagsahne

Fotos: Maria Sprenger

Zubereitungszeit
15
Back/Gesamtzeit
2
Schwierigkeit

Und? Heute schon ein Rezept im Netz gesucht oder Kochblogs nach kulinarischen Neuentdeckungen gescannt? Freunde fürs Wochenende eingeladen, um sie mit Kreationen aus den Kochbüchern von Yotam Ottolenghi, Jamie Oliver oder Nigel Slater zu beeindrucken?

Natürlich glänzen wir gern vor Freunden, wenn wir tolle Rezepte ausfindig machen, die nötigen Zutaten mit Hilfe eines detaillierten, Gramm-genauen Einkaufszettels aus verschiedenen Spezialitäten-Geschäften zusammentragen und das Ganze dann gekonnt nachkochen und stilvoll servieren. Doch wirklich Eindruck machen Köche vor allem dann, wenn sie auf keine technischen Hilfsmittel oder Kochbücher zurückgreifen können. Wenn kein Smartphone mit Wlan auf dem Tisch liegt und kein Einkaufszettel im Supermarkt vorgibt, was man besorgen soll.

Stellen Sie sich vor, sie machen Urlaub mit Freunden in einer karg ausgestatteten Ferienwohnung und verkünden mal eben so nebenbei: »Leute, ich back Euch heute einen richtig guten Kuchen«. Und tun das einfach so aus dem Kopf, weil Sie das Rezept auswendig kennen. Schon beeindruckend, oder?

Dieser Mürbeteig-Kuchen ist so ein Ass im Ärmel eines Hobbykochs: so unkompliziert, dass man ihn auswendig backen kann. Die meisten Zutaten hat man eigentlich immer zu Hause. Statt Aprikosen können Sie auch Rhabarber oder anderes säuerliches Obst nehmen.

Unter der Mürbeteigdecke verbirgt sich das eigentliche Geheimnis des Kuchens: Die zerkrümelten Amarettini-Kekse, die die Säure der Aprikosen abmildern und nebenbei ein wunderschönes Mandelaroma beisteuern. Und das war's eigentlich auch schon: buttriger Mürbeteig, saftiges Obst, süße Amarettini. Mit einem Klecks frisch geschlagener Sahne die pure Wonne.

Was den Mürbeteig angeht: Dieses Rezept kann sich wirklich jeder merken, der bis drei zählen kann. Er entsteht nach dem Motto 3-2-1: 300 Gramm Mehl, 200 Gramm Butter, 100 Gramm Zucker, 1 Ei. Besonders praktisch: Man kann den Teig ein paar Tage im Voraus zubereiten und einfach im Kühlschrank kaltstellen. Mit diesem Grundrezept lässt sich immer etwas anstellen, egal ob Törtchen, Kuchenboden oder Kekse.

Und, natürlich, immer wieder dieser Aprikosenkuchen. Dafür werde ich meiner Mutter – die die eigentliche Urheberin des Rezeptes ist – stets dankbar sein. Denn sie lieferte mir gleich noch einen weiteren Tipp mit: Am beeindruckendsten wirkt so ein aus dem Ärmel geschütteltes Rezept mit dem lässigen Kommentar: »altes Familienrezept«.

Einfacher Aprikosenkuchen mit Amarettini

Für eine Kuchenform mit ca. 28 cm Durchmesser:

Zutaten:

Für 4 Personen
  • 300 g Mehl
  • 200 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 kg Aprikosen Aprikose
  • 150 g Amarettini (italienische Mandelkekse) Amarettini
  • Puderzucker zum Bestäuben Puderzucker
  • optional: Schlagsahne Schlagsahne

1. Für den Mürbeteig das Mehl, die Butter, den Zucker und das Ei verquirlen oder mit den Händen zu einem leicht bröseligen Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.

2. Ofen auf 180 Grad vorheizen, eine runde Backform mit Backpapier auslegen und den Rand der Form mit Butter bestreichen. Mürbeteig teilen, jede Hälfte zwischen zwei Stück Frischhaltefolie legen, die mindestens so groß wie die Backform sind. Mit dem Nudelholz kreisförmig auswälzen und mit der einen Hälfte die Kuchenform auslegen. 

3. Die Amarettini grob zerkleinern und auf den Teig geben. Die Aprikosen entkernen und die Hälften mit der Wölbung nach oben in die Kuchenform legen und mit der zweiten ausgewälzten Teighälfte bedecken.

4. 45 Minuten im Ofen backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. Mit Schlagsahne servieren.

Tipp:
Je nach Saison können Sie statt Aprikosen auch Rhabarber oder anderes säuerliches Obst verwenden.

Quelle: Rezept von SZ.de, erstmals veröffentlicht am 24. Juli 2015