Am schönsten ist Nizza an einem Sonntagmittag im April. Wenn der Meereswind die Palmen auf der Promenade des Anglais zum Rascheln bringt und der Horizont noch klar und frei vom Dunst der Julihitze ist. Nizza ist keine Stadt für den Sommer und keine Stadt für den Winter. Nizza ist eine Stadt für die Monate des Übergangs, der Unentschiedenheit von kalt und warm. Buchen Sie sich bei Air Berlin ein Ticket für 29 Euro und fahren Sie mit leichtem Gepäck und guter Lektüre (zum Beispiel Dirk Kurbjuweits neuem Roman) zum Flughafen. Übernachten Sie im Hotel »La Perouse« und sehen Sie sich von dort die Stadt von links oben an. Mittags essen Sie im Restaurant »La Réserve« am Hafen, betäuben sanft Ihre Sinne mit zwei Gläsern weißem Wein. Abends fahren Sie nach Saint-Paul-de-Vence, essen im »Colombe d’Or« nur die Vorspeisen und sehen sich anschließend die Picassos, die Calders und die Matisses in diesem Restaurant ein wenig genauer an. Mit der unbeantworteten Frage im Kopf, ob die Kunstwerke nun echt oder nur Kopien sind, fliegen Sie am nächsten Tag zurück nach Hause. Ratlos, aber glücklich.

(1) Hotel La Perouse, 11, Quai Rauba-Capeu, Tel. 0033/4/93 62 34 63, www.hotel-la-perouse.com, DZ ab 150 Euro.
(2) Hotel Windsor, 11, Rue Dalpozzo, Tel. 93 88 59 35, www.hotelwindsornice.com, DZ ab 120 Euro ohne Frühstück.
(3) Restaurant La Colombe d’Or, Saint-Paul-de-Vence, Tel. 93 32 80 02, www.la-colombe-dor.com.
(4) Restaurant La Réserve, 60, Boulevard Franck Pilatte, Tel. 97 08 29 98. Mittags ins
Bistro.
(5) Gute Meeresfrüchte: Grand Café de Turin, 5, Place Garibaldi, Tel. 93 62 29 52.
(6) Bestes Eis der Stadt: Fenocchio, 2, Place Rossetti, Tel. 93 80 72 52.
(7) Olivenöl aus der Provence: Alziari, 14, Rue St-François-de-Paule, Tel. 93 85 76 92, Sonntag und Montag Ruhetag.
(8) Blumenmarkt auf dem Cours Saleya, Mo–Sa, 7.30–17 Uhr.

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