Schwedenhappen

Unsere liebsten Urlaubsmitbringsel. Diese Woche: Kex – eine schwedische Süßigkeit, die immer hilft. Beim Angeln, auf sonnenwarmen Felsen und bei Regen im Kajak. 

Oft merkt man erst hinterher, was eine Reise geprägt hat. Das sind ja eigentlich niemals die großen Sehenswürdigkeiten, sondern immer irgendwelche Kleinigkeiten: Die Musik aus dem lokalen Radiosender, der rituelle Aperitif im kleinen Hafenrestaurant ohne Homepage oder eben was man sich so täglich im Supermarkt holt.

Wir waren für zwei Wochen in der kleinen Schärenstadt Västervik, die in etwa so sauber und bezaubernd ist, wie eine Inga-Lindström-Verfilmung, nur ohne die überfrisch frisierten deutschen Schauspieler. Jeden Tag ging es von dort durch die Schärenlandschaft, mal zu Fuß, mal im Kajak, mal im Auto. Immer hielten wir vorher beim ICA-Supermarkt und deckten uns mit Kex ein. Beim ersten Mal wahllos in den Korb gelegt, wie man eben neugierig fremde Süßigkeiten mit griffigen Namen mitnimmt, wurde die Schokowaffel erst Hauptnahrungsmittel, dann einziger Proviant überhaupt.

Kex schmeckt ein bisschen wie Nussini, nur ohne Nuss und auch sonst ganz anders. In der Schweiz gibt es Kägi-fret, das kommt dem Kex am nächsten. Kex auf sonnenwarmen Granitfelsen, Kex beim Angeln, Kex im Dauerregen im Kajak – das Zeug hat immer geholfen. Es ist auch auf erstaunlich vielen Fotos dieser Reise zu sehen, was ja ein gutes Zeichen ist.

Der Vorrat für daheim schmolz schon bei der langen Rückreise schnell zusammen und noch bevor die Blasen vom Paddeln verheilt waren, war der Kex weg. Seither sagen wir sehnsuchtsvoll alle paar Wochen: Wir möchten zurück zum Kex! Es gibt ihn auch im netz, bei Schweden-Spezialshops, mit tüchtigem Aufpreis. Die wissen eben, was so ein Kex wert ist.

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