"Ich kann Ihnen die Handlung Seite für Seite erzählen..."

Die Künstlerin Paulina Olowska über das Wesen ihrer Arbeit und das Konzept dieser Edition 46.

SZ-Magazin: Frau Olowska, in diesem Heft sieht man viele Frauen und ein paar Hunde. Lassen Sie uns zuerst über die Hunde sprechen.
Paulina Olowska:
Der Hund auf dem Titelbild ist ein Papillon, man nennt ihn wegen seiner Ohren auch Schmetterlingshündchen. Den Künstlern der Moderne, Anfang des 20. Jahrhunderts, hätte er sicher gut gefallen. Warum haben Sie ihn auf den Titel gesetzt?
Der kleine Hund ist der Einzige, der das Frauenmonument wahrnimmt und anlächelt. Das Ganze ist eine Art weiblicher Eiffelturm, den ich aus Modeskizzen zusammengeklebt habe. Die Spitze des Turms ist ein Frauenbein.

Und die anderen Hunde im Regenmantel?
Die hat mir ein Künstlerfreund aus Deutschland geschickt. Für ihn war es das »lustigste Bild des Monats«, und ich fand es auch komisch. Es stammt aus einer Moncler-Anzeige der Herbst-/Winterkampagne 2009. Die habe ich auf eine Seite aus einem James-Whistler-Bildband geklebt, auf der Tinte ausgelaufen war. Zum Schluss habe ich ein paar weiße Zeichnungen draufgemalt. Alles zusammen ergibt ein Bild, dessen Elemente scheinbar nicht zusammenpassen, hinter denen sich aber eine ungeschriebene Geschichte verbirgt.

Gibt es eine Art übergeordnete Idee, die die Collagen zusammenhält?
Ja, ich wollte Autobiografisches und Zeitgeschehen, Warschau und München, das SZ-Magazin und mein Werk miteinander verbinden. Ich habe also meine riesige Sammlung durchgesehen, Fotos, Ausrisse, Bilder, Plakate, Tausende von Seiten, die ich dann zu den Collagen verarbeitet habe.

Was bedeutet der Titel: Denkst du an Warschau?
Die Frage ist abstrakt und poetisch, sie zielt ins Diffuse. Ich habe versucht, Warszawa als eine komplexe und lebendige Stadt vorzustellen. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen die Handlung Seite für Seite erzählen.

Legen Sie los …
Die Geschichte beginnt mit einem Mann, der die Zeitung aufschlägt. Das könnte in Gdansk sein oder in München, das spielt keine Rolle. Er vertieft sich in die Geschichte einer Frau, die manchmal in einem schwarzen Museum, manchmal in ihrem Atelier zu sehen ist. Spätestens bei der fünften Collage wird klar, dass sie ein Problem hat – sie weint. Dann erscheint eine Sprechblase: »Denkst du an Warschau?« steht darin. Und ja, die Frau denkt tatsächlich an Warschau. Sie ist Warschau und Warschau ist ein Er.

Wo erkennt man die Verbindung zu München?
In einer bestimmten Art des Humors.

Erfahren wir auch etwas über Sie in den Arbeiten?

Ich glaube ja. Ich habe selbst in Warschau gelebt und musste dort ähnlich wie meine fiktiven Charaktere hin und wieder weinen. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks bot die Stadt auf einmal so viele Möglichkeiten, alles war anders, man musste mit einer neuen, veränderten Gesellschaft zurechtkommen. Der Kapitalismus pumpte zwar neue Energie in die Stadt, ging aber auch skrupellos mit ihrer Vergangenheit und Geschichte um. Ich fühlte mich von diesem Konflikt herausgefordert und interessierte mich zunehmend für die verschiedensten Aspekte von Nostalgie.

Warum haben Sie denn geweint?
Weil es eine wirklich harte Zeit war. Mit Feinfühligkeit kam man nicht weiter, es ging um Anpacken, um Zurechtkommen, darum, die Zukunft zu meistern. Mein Ziel war es, die Idee einer kollektiven Kreativität in die neue Zeit zu retten und den unterschätzten Modernismus und seine Architektur zu bewahren. Die Gentrifizierung hatte eingesetzt, Stadtviertel änderten sich schlagartig.

Sie lassen seit Jahren alte Neonschilder restaurieren, hat das mit dieser Nostalgie zu tun?
Ja, ich will diese Neonreklamen unbedingt retten, sie erinnern mich an eine vergangene Ästhetik, also restauriere ich sie. In den Sechzigern und Siebzigern war ganz Polen voll mit diesen Neonschildern, allein in Warschau standen 3000 Stück auf den Dächern und Fassaden. Vor ein paar Jahren fiel mir eine handgeschriebene Liste aus dem Jahr 1968 in die Hände, auf der mehr als tausend Neonschilder registriert waren, die mal in Warschau gestanden hatten – von Apotheken-Zeichen über Buchhandlungen bis hin zu Werbung für russische Uhren.

Ein kleines Las Vegas?
Überhaupt nicht. Warschau sah lange nicht so kitschig aus, nicht so laut und eindeutig, die Atmosphäre war viel subtiler, vermittelte sich über das Unterbewusstsein. Manche Schilder sollten die Stadt verschönern, andere transportierten eine Botschaft wie »Lesen Sie Bücher«, »Treiben Sie Sport« oder »Gehen Sie ins Kino«. Für mich sind diese Neons öffentliche Kunstwerke, die unbedingt erhalten werden müssen. Die Menschen hier werden richtig sentimental, wenn sie sie sehen.

Das Porträtbild auf der ersten Seite des Interviews zeigt Sie mit einem
Architekturmodell in Händen – auf dem Dach sind Neonschilder. Was
bedeuten sie?

Das ist meine persönliche Hommage-Collage an die vielen Neons, die mir so am Herzen liegen. Da ist zum Beispiel der »Spatif Club«, ein Treffpunkt für Künstler, wo ich praktisch aufgewachsen bin. Ganz rechts sieht man eine Turnerin, die einen Ball wirft, dieses Schild ist vierzig Meter lang. Ich habe es vor ein paar Jahren herrichten lassen, jetzt leuchtet es wieder. Und dann noch das »Dancing«-Neon, an dem ich noch arbeite.

In Ihren Collagen finden sich auch einige Texte. Was bedeuten sie?
Viele sind einfach Wortspiele. Wenn man eine Sprache einfach mal ansieht, sie visuell auf sich wirken lässt, kann man die Worte abstrahieren und als farbenfrohe Formen sehen. Als ob man ganz schnell liest oder ein Magazin nur durchblättert und scannt. Einmal habe ich eine Ausstellung in London »Headweek« genannt, also »Kopfwoche«, ein Spiel mit dem deutschen Frauennamen Hedwig. Ich mag Palindrome, also Zeichenketten, die von vorne und hinten gelesen gleich bleiben. An meine Texte sollte man eher so herangehen.

Bei vielen handelt es sich auch um Zitate. Recherchieren Sie viel?
Von Montag bis Freitag und manchmal auch samstags. Aber im Ernst, ich bin keine professionelle Rechercheurin. Darum geht es mir nicht, ich erzähle auch erfundene Geschichten. Meistens komme ich auf Ideen, indem ich Menschen treffe und mich mit ihnen unterhalte. Menschen können so verrückt und sonderbar sein – das inspiriert mich.

(Lesen Sie auf der nächsten Seite: Paulina Olowska über ihre Inspirationsquelle, andere Künstlerinnen und schlechte Reproduktionen.)

Was ist Ihre hauptsächliche Inspirationsquelle?
Meine Großmutter Danusia gab mir mal einen Packen alter You and Me-
Magazine aus den Sechzigern. Das war ursprünglich mal eine klassische Frauenzeitschrift, ein Magazin übers Kochen, mit Tipps für die Hausfrau. Aber dann, in den Sechzigerjahren, wurde es von einer Gruppe Kreativer besetzt: Designer, Künstler, Schreiber! Das war komisch, ungewöhnlich, fantastisch – eine rebellische Inbesitznahme. Die Seiten waren ganz verrückt und bunt collagiert, Kochrezepte standen neben einem Text über Marquis de Sade, Basteltipps neben Andy-Warhol-Bildern. Ganz toll.

Und das wurde vom Staat und vom Verlag einfach so toleriert?
Zehn Jahre hat dieses Magazin überlebt, dann wurde es geschlossen. Die Idee, die kreative Inbesitznahme einer Institution, einer Marke, hat mich nicht mehr losgelassen. Und ich fand sie als Grundgedanken passend für diese Ausgabe des SZ-Magazins. Damals spielte eine Frage eine ganz besondere Rolle: Wie kann man mit absolut bescheidenen Mitteln einigermaßen modern und up to date sein?

In der Mode war es doch ganz ähnlich. Im ehemaligen Ostblock kopierten viele Frauen die professionellen Schnitte und nähten sich die Sachen selbst.
Und heute findet man diese von Hand genähten Kleider auf den Flohmärkten, alles gut gemachte, tolle Schnitte. Damals wurde im Osten aus den kleinsten Möglichkeiten das Beste gemacht, die Menschen waren mit großer Begeisterung bei der Sache, die waren kreativ und fleißig. Der polnische Schriftsteller Leopold Tyrmand nannte dieses Konzept »applied fantastic«, angewandte Fantasterei. Die Menschen benutzen ihre Fantasie, um etwas ganz Gewöhnliches, um Alltagsgegenstände zu machen.

Sie hätten es am liebsten gehabt, wenn diese Ausgabe des Magazins auf sehr schlechtem, billigem Papier gedruckt worden wäre.
Schlechte Reproduktionen auf schlechtem Papier spielen in meinem Leben nun mal eine große Rolle. Ich habe auch die Kunstgeschichte nur über sehr schlechte Drucke kennengelernt. Ich arbeite gern mit Dingen und Ideen, die schon bekannt oder sogar verstaubt sind, die aber meiner Meinung nach einen großen Wert haben, bei denen es sich lohnt, genauer hinzusehen. Ich arbeite mit Vorhandenem, kopiere es, verändere es, stelle es in einen neuen Kontext. Das finde ich viel spannender, als mit Bildern Geschichten über meine eigene Befindlichkeit zu erzählen.

Immer wieder tauchen andere Künstlerinnen in Ihrer Arbeit auf. Wie stoßen Sie auf diese Frauen mit ihren interessanten Biografien?
So schwer ist das nicht. Es gibt so viele faszinierende Künstlerinnen. In früheren Arbeiten habe ich Alina Sza-pocznikow zitiert, eine marxistisch-existenzialistische Bildhauerin, so hat sie sich übrigens selbst beschrieben. Außerdem Pauline Boty, eine englische Pop-Art-Künstlerin, und Zofia Stryjenska. Die ist richtig faszinierend. Sie war in Polen zwischen den beiden Weltkriegen eine Art Prinzessin der Malerei. Sie hat gemalt, Grafiken entworfen, auch Bühnenbilder und Kostüme: ein Multitalent, das viel zu wenig Würdigung erfahren hat.

Warum?
Weil sie fälschlicherweise mit Folklore in Verbindung gebracht wurde. Die Wahrheit ist aber, dass sie einfach nicht ins Vokabular der Moderne gepasst hat. Und polnische Kunstkenner rümpfen die Nase, wenn sie sehen, dass ich mich mit ihr beschäftigt habe. Nur weil ihre Arbeiten irgendwie naiv wirkten und von einer etwas zu idealistischen Idee eines Idylls oder einer Utopie umgeben waren.

Was fasziniert Sie daran? Genau diese Utopie der perfekten Gesellschaft ist doch schon einmal gescheitert.
Vielleicht ist aber genau jetzt die richtige Zeit, um alte Utopien zu modifizieren oder neue zu entwickeln. Ich hänge an der Idee des Kollektivs, wir brauchen sie, besonders in Zeiten der Krise. Vor ein paar Jahren unternahm ich selbst mal den Versuch, die Kunstszene von innen heraus zu reformieren.

Erzählen Sie.

Als ich in Warschau gelebt habe, rief ich gemeinsam mit der schottischen Künstlerin Lucy McKenzie »Nova Popularna« ins Leben, eine Art Künstlersalon. Besonders das Interieur war uns wichtig, schon am Eingang hingen Gemälde im Stil von Kurt Schwitters und Vorhänge, die an den Designer Charles Rennie Mackintosh erinnerten. Die Bar und die Möbel waren von Cepelia, einer sozialistischen Kunstmanufaktur. Sogar Details wie Gläser und verschiedene Alkoholsorten hatten wir selbst entworfen. Betrat man den Salon, fühlte man sich, als würde man auf eine Bühne kommen. Wir waren Gastgeber, Barfrauen und Animateurinnen, bei uns spielten Bands, es gab klassische Konzerte und Lesungen. Wir machten alles im Teamwork und fühlten uns der Idee der kollektiven Kreativität verpflichtet.

Solche Ansätze gab es auch im Sozialismus schon.
Genau. Man hatte spezielle Cafés eingerichtet, es gab sogar Wertmarken, damit man billiger Farbe kaufen konnte. Meine Großmutter und meine Tante und mein Onkel – alles Künstler – haben so ihre Farbe bekommen, es hat wunderbar funktioniert. Es gibt leider nicht mehr so eine offizielle Gruppe, eine offizielle Einrichtung.

(Lesen Sie auf der nächsten Seite: Paulina Olowska über die Kunstsprache Esperanto, Frauen im Kunstbetrieb und warum es Männer einfacher haben.)

Eines Ihrer Bilder beschäftigt sich mit der Kunstsprache Esperanto – auch so eine gescheiterte Utopie. Esperanto hat sich als Weltsprache nicht durchgesetzt.
Aber die Idee einer Sprache, die allen gemeinsam ist, hat doch ihren Reiz, oder? Das Bild entstand 1999, eine komische Zeit. Esperanto als Konzept ist vor 120 Jahren von Ludwik Zamenhof entwickelt worden, einem in Polen lebenden Augenarzt und Philologen. Im Sozialismus hatte die Sprache ihre Blütezeit. Über Esperanto haben die Menschen global miteinander kommuniziert, lange bevor es das Internet gab.

In der Reihe der Edition 46 sind Sie nach Jenny Holzer erst die zweite Frau unter elf Männern. Glauben Sie, Frauen haben es im Kunstbetrieb schwerer als Männer?
Ja, ich glaube schon, dass es für eine Frau schwieriger ist, Künstler zu sein, auch heute noch. Ich bin aber davon überzeugt, dass Frauen über ein unglaubliches Potenzial verfügen.

Warum haben Männer es einfacher?
Es ist doch überall das Gleiche, da ist die Kunstszene keine Ausnahme. Frauen müssen sich immer wieder die gleichen Fragen stellen: Wie kann ich am besten meine Zeit einteilen? Wie sieht es mit einer Familie aus? Mit Kindern? Wie kriege ich alles unter einen Hut?

Haben Sie diese Fragen für sich beantwortet?
Ich bin 33 und das perfekte Beispiel für diesen Konflikt. Ich bin immer so beschäftigt mit meinem unruhigen und absurden Leben, ich wünschte, ich hätte mal mehr Zeit, um über diese Fragen nachzudenken. Ich bin ein Workaholic, mir fällt es schwer, stopp zu sagen. Mein Kopf ist oft über Wochen mit Ideen gefüllt, die eine Form finden müssen.

Es gibt in der Tat nur wenige Künstlerinnen um die vierzig, die Kinder haben. Die große Maria Lassnig sagt, dass Kinder nur vom Arbeiten abhalten.
Zofia Stryjenska hat angeblich in den Zwanzigerjahren ihre Kinder in den Schrank gesperrt, während sie arbeitete. Mir ist es wichtig, dass wir Künstlerinnen uns über diesen Konflikt unterhalten, dass wir uns auch zu diesem privaten Thema austauschen! Und so vielleicht eine neue Selbstverständlichkeit im Umgang mit der Gründung einer eigenen Familie bekommen.

Sie haben mehrere Jahre in Amerika gelebt und sind dann doch nach Polen zurückgekehrt.
Ja, Teile meiner Familie leben in Chicago, wo ich auch studiert habe.

Was hat Amerika, was Polen nicht hat?
Gelockte Pommes frites und Hühnchenfleisch ohne Hühnchen.

Und umgekehrt?
Unfreundliche Verkäuferinnen, die einen fast anbellen, wenn man zur Ladentür hereinkommt, und diesen besonderen, nebligen Herbst.

Können Sie uns noch etwas zu Ihrer Ausstellung in der Pinakothek der Moderne in München erzählen?
Die Ausstellung eröffnet parallel zum Erscheinen der Edition 46, und die Art, wie meine Arbeiten dort präsentiert werden, geht Hand in Hand mit den Ideen, von denen ich gerade erzählt habe. Ich werde dort allerdings mit den Räumen arbeiten, sodass die Collagen dreidimensional werden. Außerdem werde ich Arbeiten aus der Sammlung des Museums in meine Ausstellung integrieren.

Verraten Sie uns noch eine Sache. Warum haben Sie sich so lange gegen ein Foto gewehrt, das Sie in Ihrem Atelier zeigt?
Weil ich Fotos von »Künstlern im Atelier« schrecklich finde. Warum? Weil die immer gleich aussehen. Es scheint eine geheime Regel zu geben, dass man das als Künstler so machen muss. Ich mag es nicht, fotografiert zu werden, und bestehe eigentlich darauf: Man kann meine Arbeiten fotografieren, aber nicht mich. Für das SZ-Magazin habe ich eine Ausnahme gemacht. Sie haben mich eben so lange gebeten, bis ich nachgegeben habe.

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Julia Decker und Holger Liebs trafen Paulina Olowska auf der Terrasse eines der schönsten Cafés in Warschau, dem "6/12". Das Gespräch wurde zweieinhalb Stunden lang von lieblichstem Vogelgezwitscher untermalt. Erst am Ende des Interviews klärte die Künstlerin unsere Autoren auf: Das Gezwitscher kam vom Band und soll die Tauben fernhalten.

Paulina Olowska, geboren 1976 in Danzig, wuchs in Polen und den USA auf. Sie studierte Kunst und Grafik an der Academy of Fine Arts in Danzig, der Rijksakademie in Amsterdam und am School of the Art Institute in Chicago. Zu ihren Arbeiten zählen neben Collagen auch Gemälde, Videos, Archi-tekturmodelle und Performances. Heute lebt sie mit ihrem Mann auf dem Land in der Nähe von Krakau.

Die Künstlerin bedankt sich bei Teresa B. Frodyma, Ida Specht, Joanna Zielinska, Bartosz Przybyl Olowski, Leonard Pedzialek, Christopher Müller, Daniel Buchholz und Daniel Bognár.

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