»Ich sehe Schnittmengen zwischen Trump und Hitler«

2016 erschien eine kritische Edition von Hitlers »Mein Kampf«. Das Buch schoss auf die Spiegel-Bestsellerliste und überraschte damit seinen Herausgeber Christian Hartmann. Wir haben mit Hartmann über den unerwarteten Erfolg, harte Kritik und Parallelen zur aktuellen Weltlage gesprochen.

»Der Holocaust war in der Familie nie Thema«

Wie entwickelt sich eine Familie, wenn die Vergangenheit verschwiegen wird? Erst recht wenn es um die Jahre im KZ geht? Ein Interview mit drei Generationen der Musikerfamilie Wallfisch.

»Hitler zu widersprechen, ist eine gewaltige Freude«

Zum Jahreswechsel erlischt das Urheberrecht von Adolf Hitlers Hetzschrift »Mein Kampf« – das Buch könnte dann auch in Deutschland verkauft werden. Der Münchner Historiker Christian Hartmann arbeitet seit Jahren an einer kommentierten Neuausgabe.

Von Till Krause und Meike Mai

Falsches Erbe

Der Kunstschatz von Cornelius Gurlitt war außergewöhnlich, aber kein Einzelfall: In vielen deutschen Familien werden bis heute Dinge weitergegeben, die einst Juden gehörten. Wer etwas zurückgeben will, bleibt oft auf sich gestellt.

»Ich brauche kein Mitleid«

Ihr Vater war ein mörderischer KZ-Kommandant, ihre Mutter schwieg darüber bis zu ihrem Tod. Monika Göth über den Schatten ihrer Familie, dem sie nicht entkommt.

»Der Sinn des Lebens ist zu leben«

Die ungarische Philosophin Agnes Heller war immer eine Außenseiterin: als Jüdin, Philosophin, Marxistin und Emigrantin. Heute, mit fast 85, will sie nur noch eines sein: sie selbst. Ein Gespräch über Schuld und Selbstbefreiung.

»Ich kann mich in kein System einfügen«

Als Kind zerschnitt sich der Wiener Maler Gottfried Helnwein die Hände mit Rasierklingen. Durch Donald Duck entdeckte er die Kunst. Heute sind seine Horrorvisionen längst Kunstgeschichte. Ein Gespräch über die Abgründe eines ungewöhnlichen Lebens.

Der letzte Fall

Mit 100 Jahren ist Erich Priebke der älteste lebende NS-Kriegsverbrecher. Versteht er, was er getan hat? Empfindet er Reue? Wir haben ihn in Rom zur Rede gestellt.

Miss Holocaust

Chava Herschkowitz wurde in Israel zur schönsten KZ-Überlebenden gewählt. Jetzt streitet das Land, ob die Idee geschmacklos ist - oder eine ganz neue Form von Beistand.

Jenseits der Bücher

Einmal im Leben wollte unser Autor in Auschwitz der Nazi-Opfer gedenken - er verließ den grauenhaften Ort auch mit Hoffnung.

Die 80-jährige Ruth Klüger

In den Konzentrationslagern der Deutschen hat die Wiener Jüdin gelernt, dass die Hoffnung feige macht und die Verzweiflung mutig. Das hat ihr später als Germanistin in Amerika geholfen.

Das Unvergleichliche vergleichen

Ist es möglich, den Holocaust mit anderen Genoziden zu vergleichen?